Mangelnde Infos zum Sportabitur sind unsäglich

Susan Weineck, Sportlehrerin

Von Susan Weineck, Sportlehrerin (Freiburg)

Sa, 23. Mai 2020

Leserbriefe

Zu: "Einiges wird wieder möglich sein", Beitrag von Bernhard Amelung und Thomas Steiner (Politik, 8. Mai)
Spitzensportler, Breitensportler – alle können sich wieder auf mehr Bewegung freuen und wissen nun Bescheid, wie’s möglich ist. Nur die Sportlerinnen und Sportler des Abiturs sind, bis auf die Bekanntgabe des Prüfungstermins im Juli, nicht einbezogen. Sie hatten bis Mitte Mai keine Information darüber, ab wann sie wieder in ihren Einzelsportarten wie Turnen, Tanzen, Leichtathletik, Schwimmen, Coopertest trainieren dürfen. Für Mannschaftssportarten werden Ersatzlösungen gesucht.

Die Unsicherheit ist groß: Wie ist das dann? Soll man zum Prüfungstermin ohne Training von Null auf 100 Leistung bringen? Bekommt man vielleicht zwei bis drei Punkte wegen der fehlenden Vorbereitungsmöglichkeit dazu? Oder erhält man einen Nachtermin und das Abi-Zeugnis dann eben erst im Herbst? Die frustrierte Idee einer Schülerin: "Dann habe ich in dem Bereich eben Null Punkte, aber dafür mein Abi-Zeugnis."

Für die Abiturientinnen und Abiturienten und mich und als verantwortliche Sportlehrerin ist diese mangelnde Information unsäglich. Mein Vorschlag: Die Hallen (teilweise, wenn nicht durch Regelunterricht belegt) und Schwimmhallen sind frei, solange kein Sportunterricht in den anderen Klassenstufen stattfindet. Man könnte den Schülerinnen und Schülern Sondergenehmigungen einräumen, mit denen sie, selbstverständlich unter Einhaltung aller Corona-Hygienemaßnahmen, Trainingsmöglichkeiten bekommen. Susan Weineck, Sportlehrerin, Freiburg