Ortenaukreis

Mann ertrinkt bei Kappel – drittes Todesopfer des Bade-Wochenendes

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 10. August 2020 um 13:48 Uhr

Kappel-Grafenhausen

Schwarzes Wochenende an den Badeseen in Südbaden: Bei vier Badeunfällen sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt wurde am Montag ein tödlicher Unfall in Kappel-Grafenhausen bekannt.

Sie hatten bereits zwei Stunden nach dem Vermissten gesucht. Doch gegen 23 Uhr fanden die Bekannten des bei Kappel-Grafenhausen verstorbenen Mannes diesen nur noch leblos an der Wasseroberfläche des Baggersees. Reanimationsmaßnahmen hätten den Mann nicht mehr ins Leben zurückholen können. So schreibt es die Polizei in einer Pressemitteilung, die sie am Montagmittag verschickt hat.

Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor

Zu den genauen Umständen liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Hinweise auf ein Fremdverschulden ergaben sich allerdings nicht. Aufgrund am Ufer vorgefundener Kinderutensilien konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Verstorbene möglicherweise in Begleitung eines Kindes war. Die Suche nach weiteren Personen – mit einem Polizeihubschrauber sowie mit Kräften der Feuerwehr – brachte jedoch kein Ergebnis.

Es ist der dritte Badeunfall innerhalb von zwei Tagen im Ortenaukreis und der vierte in Südbaden. Am Samstag war eine 19-jährige Nichtschwimmerin im Waldmattensee in Lahr-Kippenheimweiler ertrunken, am Sonntag geriet ein elsässischer Taucher im Matschelsee in Kürzell in Not, überlebte aber.

Tödlicher Badeunfall in Malterdingen

Im Kreis Emmendingen war am Sonntagnachmittag großes Aufgebot an Rettern und Helfern zum Malterdinger Baggersee geeilt, wo gegen 17 Uhr ein Mann im Wasser untergegangen war. Laut THW wurde er eine knappe halbe Stunde nach der Alarmierung von einem Taucher der DLRG etwa 15 Meter vom Ufer entfernt gefunden. Er konnte zunächst reanimiert werden und kam mit dem Hubschrauber in eine Freiburger Klinik, wo er am Montagmorgen verstarb. Den Tod des Mannes gab die Polizei am Montagmittag bekannt.

Den Angaben zufolge handelte es sich um einen 30-jährigen Rumänen, der allein mit einer Luftmatratze auf dem See unterwegs gewesen sei, während seine Begleitpersonen am Ufer verweilten. Der Mann sei als Nichtschwimmer bekannt gewesen. Seine Begleiter hätten demnach "irgendwann die allein schwimmende Luftmatratze auf dem See" bemerkt.

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