Großeinsatz

Mann greift in Schallbach drei Personen mit einem Messer an

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Do, 15. April 2021 um 17:17 Uhr

Schallbach

Mit einem Messer hat ein Mann am Donnerstagmittag in Schallbach eine Gruppe von drei Personen angegriffen, einer der Attackierten wurde dabei schwer verletzt. Ein SEK-Team nahm den Angreifer fest.

Wie Polizeisprecher Mathias Albicker der BZ am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage bestätigte, war es am Donnerstagvormittag gegen 11.30 Uhr zu einer Messerattacke gekommen. Ein 41-jähriger Mann habe zwei Männer und eine Frau attackiert, die sich vor einem Wohnhaus unterhalten hätten. Albicker zufolge erfolgte der Angriff laut Aussagen der Geschädigten völlig unvermittelt.

Der Mann sei dabei zunächst auf eine Person aus Gruppe losgegangen. Schwere Gesichtsverletzungen erlitt laut Albicker einer der beiden Männer, der sich zwischen Angreifer und die zunächst attackierte Person stellte. Der Mann musste im Krankenhaus versorgt werden, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die Frau erlitt leichte Verletzungen am Arm, der weitere Mann blieb körperlich unverletzt.

Tatverdächtiger war alkoholisiert

Nachdem der Angreifer dem Mann die schweren Verletzungen zugefügt hatte, habe er den Tatort verlassen. Ein Spezialeinsatz-Kommando (SEK), das per Hubschrauber zum Tatort eingeflogen wurde, konnte den Tatverdächtigen gegen 14.15 Uhr im Dachgeschoss eines Schallbacher Hauses festnehmen. Wie Albicker sagte, habe der Tatverdächtige bei der Festnahme kein Messer bei sich gehabt und habe die Beamten nicht attackiert. Diese stellten fest, dass der Mann in schlechter psychischer Verfassung und alkoholisiert gewesen sei, was eine Blutentnahme bestätigte. Die Polizei geht davon aus, dass diese Umstände bei dem Angriff eine Rolle gespielt haben. Albicker sagte zudem, dass der Mann bereits zuvor polizeilich in Erscheinung getreten sei. In welcher Form, konnte er am Donnerstag aber nicht sagen. Die Ermittlungen dauern an.

An dem Einsatz waren außer dem SEK mehrere Polizeireviere und Polizeiposten aus dem Umkreis, Beamte der Kriminalpolizei, eine Verhandlungsgruppe, eine Hundestaffel sowie ein Ersthelfer-Team des Deutschen Roten Kreuzes beteiligt. Wie viele Beamte insgesamt im Einsatz waren, konnte Albicker am Donnerstagnachmittag nicht überblicken, es habe sich aber sicherlich um eine höhere zweistellige Zahl an Einsatzkräften gehandelt.