Infotag

Marcher Gemeinschaftsschule stellt sich mit Tag des offenen Unterrichts vor

Daniel Hengst

Von Daniel Hengst

Do, 13. Februar 2020 um 17:32 Uhr

March

Beim Tag des offenen Unterrichts können sich Eltern der künftigen Fünftklässler ein Bild über die Gemeinschaftsschule March machen. Anmeldungen sind im März möglich-

"Klein ist stark", sagt Elke Hofmann. Die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule in March blickt auf eine volle Aula. Es ist Tag des offenen Unterrichts, an dem sich Eltern der künftigen Fünftklässler ein Bild über die Schule am Bürgle machen können. Sie hat sich als Gemeinschaftsschule, die sie seit 2016 ist, einen guten Ruf erarbeitet: "Im vergangenen Jahr haben wir während des Schuljahres 20 Schüler dazu bekommen. Mit 207 Schülerinnen und Schülern sind wir weiterhin eine kleine Schule", sagt die Rektorin, die sich freut, im neuen Schuljahr den Neubau nutzen zu können.

"Bei uns kennen alle Lehrer nahezu alle Schüler", sagt Elke Hofmann. Dies erleichtere und begünstige die individuelle schulische und persönliche Förderung und Begleitung für jedes Kind. In den Klassen fünf und sechs gebe es zudem das Beziehungskonzept: "Wenige Kollegen decken kompetent viele Fächer einer Klasse ab." Der gemeinsame Unterricht auf grundlegenden, mittleren und erweiterten Niveaus sei eine Chance für jedes Kind und ebenso eine Bereicherung.

Kinder und Eltern müssten sich eben nicht im vierten Schuljahr für einen bestimmten Schultyp entscheiden, sagt Hofmann. Es gebe Zeit, sich zu entwickeln und Fähigkeiten zu entfalten. Je nach Leistungsmöglichkeit werde auf dem Bildungsniveau des Gymnasiums, der Realschule oder der Hauptschule bis zum Abschluss gearbeitet. "Alle Kinder bleiben bis zum Schluss in einer Klasse", sagt die Rektorin. Marina Schiller aus Holzhausen hospitiert gerade in einer Klasse und lässt sich von Jonas Hünert eines der Schulbücher zeigen.

"Wie hier nach jedem Kind geschaut wird, welches Leistungsniveau es hat und entsprechend unterrichtet wird, das beeindruckt mich." Marina Schiller
"In einem Schulbuch sind alle Aufgaben für die drei Bildungsniveaus enthalten und werden farblich unterschieden", erklärt Hünert. Die Unterschiede ergäben sich in der Schwierigkeit der Fragen und Aufgaben, sagt Anna Mack vom Schulleitungsteam. "Es gibt auch Seiten, auf denen vertieftes Wissen vermittelt wird, die nur für das erweiterte Niveau sind. Zudem haben wir aber auch Schulbücher, wie es sie beispielsweise an Gymnasien gibt", sagt Mack.

"Wie hier nach jedem Kind geschaut wird, welches Leistungsniveau es hat und entsprechend unterrichtet wird, das beeindruckt mich", erklärt Marina Schiller. Die Lehrer seien motiviert, die Kommunikation mit den Eltern intensiv. Dadurch seien Eltern immer auf dem Stand, wie gut das Kind sei und wie es zurechtkomme, sagt Schiller. Ihr Kind durchstöbert gerade das Schulhaus und lernt dabei das Zirkus-Projekt und die Foto-AG kennen.

Schule ohne Hausaufgaben

"Meine Freunde sind bereits hier auf der Schule", sagt Mika, der nach den Sommerferien in March in die fünfte Klasse gehen will. Ein weiterer Grund: "Hausaufgaben sind zu Hause ein großes Thema. Diese gibt es hier nicht. Mika kommt nach Hause und kann dann den Schulranzen ins Eck stellen", sagt Nadja Geyer. "Wir haben uns vorab Informationen eingeholt, auch bei Bekannten und Verwandten. Uns gefällt das Konzept und die Möglichkeit, alle Abschlüsse erreichen zu können", betont Geyer.

Die kleinen Klassen seien ein weiterer Grund, der für die Schule spreche. Die Schulleiterin gibt die durchschnittliche Größe mit 20 Kindern an. "In der kleinsten haben wir 17 Schüler, in der größten Klasse 22", berichtet Hofmann über die zweizügige Schule. "In Freiburg sind die Klassen deutlich größer. Mit der Staudinger Schule gibt es nur eine Gemeinschaftsschule in Freiburg, und die hat fünf oder sechs Parallelklassen", sagt Geyer, die als Freiburgerin ihren Sohn gerne auf die Schule nach March schicken will.

Positiv aufgenommen haben viele Eltern, dass der Erweiterungsbau mit dem neuen Schuljahr genutzt werden kann. "Wir bekommen neue Klassenräume, aber auch Fachräume wie zum Beispiel für Computer, für Kunst oder den Musikraum", erklärt Hofmann. Dann könnten zwei ausgelagerte Klassen wieder im Schulgebäude unterrichtet werden. "Wir werden auch Input-Räume und mehr Lernnischen haben, das wird sehr gut für das Lernen sein." Dennoch ist ihr Wunschzettel nicht leer: "Die Pausenhofgestaltung sollte angegangen werden."

Anmeldetage für Eltern mit ihrem Kind sind am Mittwoch, 11. März, von 7.30 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, und Donnerstag, 12. März, von 7.30 bis 13 Uhr.