Ein Reisender in Sachen Wiltfeber

Robert Bergmann

Von Robert Bergmann

Sa, 28. Juli 2012

Maulburg

Der Belgier Joris von Staeyn schreibt eine Doktorarbeit über Hermann Burtes Werk und will damit "eine Lücke schließen".

MAULBURG. Beschaulich geht es meist im Hermann-Burte-Archiv im Untergeschoss des Rathauses zu. Nur wenige Besucher verirren sich in die von Gisela Strübe geleitete Nachlass-Sammlung mit Werken, Briefen und Bildern des wegen seiner gedanklichen Nähe zum NS-Regime umstrittenen Dichters und Schriftstellers. Künftig wird Strübe etwas mehr zu tun bekommen: Der aus Belgien stammende Lehrer Joris van Staeyn will eine Doktorarbeit über Hermann Burte schreiben – die erste in der Nachkriegszeit.

"Es fehlt nach 1945 an einer umfassenden Studie über Hermann Burte" sagt Joris van Staeyn. Von den Nazis hochgelobt, sei der Autor des Wiltfeber nach dem Zweiten Weltkriegs von der Literaturwissenschaft "totgeschwiegen" worden. Niemand habe sich noch ernsthaft mit dem Werk Burtes befassen wollen, nachdem sich dieser durch zahlreiche öffentliche Äußerungen als fanatischer Anhänger der ...

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