Mehr als 100 Hotelzimmer werden renoviert

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Mi, 06. Mai 2020

Schluchsee

Ins Hotel Vierjahreszeiten am Schluchsee wird während der Schließzeit weit mehr als eine Million Euro investiert.

SCHLUCHSEE. Bereits einige Tage bevor seitens der Regierung wegen der Corona-Pandemie, eine Schließung aller Ferienhotels in Deutschland verordnet wurde, hat sich das Hotel Vier Jahreszeiten am Schluchsee freiwillig dafür entschieden zu schließen. Statt zu klagen wird nun investiert. Mit einem Aufwand von weit über einer Million Euro werden mehr als 100 Hotelzimmer modernisiert und Balkone und Fassaden renoviert. Ein großer Baukran zeugt von den Arbeiten, die mit starkem Baulärm verbunden und somit bei laufendem Hotelbetrieb nicht auszuführen sind.

In diesen Tagen werden in mehr als 100 Hotelzimmern viele nicht mehr zeitgemäße Badewannen durch großzügige Duschen ersetzt. Viele der Fassaden und Balkons, die seit Eröffnung vor 40 Jahren, der Witterung ausgesetzt waren, werden renoviert und ersetzt. Meist regionale Baufirmen sind beauftragt, die gemeinsam mit den Mitarbeitern der Haustechnik des Hotels an der Modernisierung arbeiten, so dass Kurzarbeit hier kein Thema ist.

Der Umwelt- und Energieeinsparungsgedanke war und ist im "Vier Jahreszeiten" bei allen Entscheidungen ein Faktor. So installierte das Hotel schon vor mehr als 20 Jahren ein Blockheizkraftwerk. Dieses wird momentan durch zwei neue BHKWs ersetzt. Und in den drei von einander unabhängigen Küchen, der großen Hauptküche, wird die gesamte Lüftung durch eine neue ersetzt, was den 25 Küchenmitarbeiter künftig nicht nur ein besseres Klima beschert, sondern durch erhebliche Energieeinsparungen mit sich bringt und auch das Umweltklima weniger bis gar nicht belasten soll.

Die gesamten Investitionen belaufen sich auf siebenstellige Summe. Auch wenn derzeit die Umsätze gleich null sind und laufende Betriebskosten das Hotel belasten, sieht der geschäftsführende Gesellschafter Konsul Helmut W. Schweimler diese Investitionen, unabhängig davon wie und wann sich der Hotelbetrieb wieder auf die Normalität zubewegt, als ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Erholung, ähnlich wie nach dem Terroranschlag am 9. November in New York, in unserer eigenen Region rasant steigen wird.

Helmuth Schweimler sieht aufgrund des Corona-Szenario zukünftig touristische Zuwächse für Deutschlands Naherholungsgebiete im Vergleich zu Fernzielen sowie allen Mittelmeerländern. Die zunehmende Attraktivität des Hochschwarzwalds besteht für ihn darin, dass man gerade in sommerlichen Hitzeperioden bei angenehmen Temperaturen regeneriert und auch tagsüber bei Aktivitäten in der gesunden Schwarzwaldluft den Urlaub genießen kann.

Im Hotel Vierjahreszeiten ist man zuversichtlich, dass diese Krise früher, als viele heute noch glauben, überstehen und die eigenen Naherholungsgebiete von den deutschen Bürgern wieder mehr ins Kalkül gezogen werden. Den Optimismus leitet man auch daraus ab, dass schon jetzt wieder viele Anfragen im Hotel eingehen für die zweite Jahreshälfte. "Alles positive Anzeichen für das steigende Interesse am Südlichen Schwarzwald", so Helmuth Schweimler.

Allen Gästen, die im Voraus für dieses Jahr im "Vierjahreszeiten am Schluchsee" bereits gebucht sowie eine Anzahlung geleistet hatten und vorerst ihren geplanten Aufenthalt wegen der Pandemie storniert haben, zahlt das Hotel Vierjahrezeiten übrigens die volle Anzahlung wieder zurück.