Veranstalter zufrieden

Mehr als 20.000 Besucher beim Löffinger Städtlefest

Christa Maier

Von Christa Maier

Di, 09. August 2022 um 17:08 Uhr

Löffingen

Ein durchweg erfreuliches Fazit ziehen die Verantwortlichen des Löffinger Städtlefests. Auch am Montagabend kamen Besucher in Scharen. Insgesamt wird ihre Zahl auf mehr als 20.000 geschätzt.

Die Großveranstaltung zeigte sich anspruchsvoll, abwechslungsreich und unterhaltsam und hatte etwas, das es bei den vorausgegangenen Städtlefesten nicht gab: "Alle drei Tage schönes Wetter", wie Manfred Furtwängler vom Festausschuss feststellte.

"Carmina Burana" und Festumzug als Höhepunkte

Höhepunkt war neben dem Festumzug das zweimal ausverkaufte Konzert "Carmina Burana" der Stadtmusik mit jeweils mehr als 700 Besuchern. Die Entscheidung, das musikalische Ereignis auf den Festhallenplatz zu legen, sei richtig gewesen. "Eine Sperrung der Durchgangsstraße für zwei Tage wäre nicht möglich gewesen", sagte Bürgermeister Tobias Link. Auch, dass das Publikum bei einer Aufführung vor dem Maienländer Tor keine uneingeschränkte Sicht auf das Geschehen gehabt hätte, sprach aus der Sicht von Marketingleiterin Nina Schuhmacher für den Festhallenplatz. "Es gab einige Änderungen der örtlichen Begebenheiten, sodass die Vereine einiges neu erfinden mussten, was ihnen gelungen ist", sagte Dieter Köpfler und sprach den Vereinen großes Lob aus, die aus Rücksicht auf die Aufführung am Freitag schon frühzeitig mit dem Aufbau ihrer Stände begannen und damit Störungen vermieden.

Auch am Sonntagmorgen beim Gottesdienst auf der Hauptbühne gaben sich die Standbetreiber alle Mühe, ihre Lager möglichst geräuschlos aufzufüllen. Das Ehrenamt ist "schon durch die hohen Personaleinsätze wahnsinnig gefordert worden", hielt Jens Fischer fest. Trotz der Schlangen, die sich auch am Montagabend vor den Essensständen bildeten, blieb die Stimmung vor und hinter den Tresen gut. "Miteinander ins Gespräch kommen, tut allen gut", äußerte Bürgermeister Link. Das starke Engagement mache Löffingen aus, das sei wieder vorbildlich bewiesen worden.

210 Kilo Bratkartoffeln und 140 Kilo Champignons

Der Einsatz hat sich für die Vereine und Gruppen gelohnt: So musste beispielsweise der SV Göschweiler seine Vorräte an Kartoffeln und Wurstsalat ständig aufstocken. Zum Schluss ergänzten 210 Kilo Bratkartoffeln das "Badische Dreierlei". Der SV Dittishausen musste nach 140 Kilo verkauften Champignons die Küche am Montag vorzeitig schließen.

Viel Lob gab es für Nina Schuhmacher, sie habe ihre Premiere als Hauptorganisatorin des Städtlefests gut gemeistert. Sie selbst freute sich, denn die Region habe am Wochenende viele Möglichkeiten zum Feiern geboten, und dennoch sei das Städtlefest so gut besucht gewesen. Nicht nur der Bekanntheitsgrad, sondern auch die Angebote für Alt und Jung, für musikalische und kulinarische Vielfalt seien wohl das Geheimnis des Erfolgs, meinte Rudolf Gwinner. Man habe nach vier Jahren Städtlefest-Pause eine gute Grundstimmung bei den Besuchern festgestellt, die wohl großes Verlangen nach Festen hätten. Der Volleyball-Club zeigte sich beim Verkauf der Umzugsanstecker sehr geschäftstüchtig. Dennoch könne man die Zahl der Besucher nur schätzen. Auf "sicher mehr als 20 000" einigte sich das Organisationsteam. Dennoch hatten die 30 Rotkreuz-Einsatzkräfte "erfreulich wenig Patientenkontakte", wie es hieß.