Mehr Pizza, weniger Döner

dpa

Von dpa

Di, 19. Mai 2020

Wirtschaft

Essen in der Corona-Krise.

BERLIN (dpa). Viele Menschen decken sich in der Corona-Krise mit Tiefgekühltem ein und bescheren Herstellern ein Nachfragehoch. Dem Tiefkühllebensmittelvertreiber Eismann haben die Bestellungen ein Umsatzplus von 34 Prozent im April eingebracht, wie ein Sprecher sagte. Ende März, zu Beginn der Einschränkungen, seien die Online-Einkäufe "explodiert" und um bis zu 300 Prozent gestiegen. Bei den meisten Kunden hätten dabei gefrorener Rahmspinat, junge Erbsen und Lachsfilet auf der Einkaufsliste gestanden. Auch Tiefkühlpizza ist in der Corona-Krise häufig über die Ladentheke gegangen. Von einem "steilen Anstieg", der deutlich über der Nachfrage im Vorjahr gelegen habe, berichtete ein Sprecher von Dr. Oetker.

Das Geschäft mit Döner lief hingegen viel schlechter. Der Umsatz mit den Fleischdrehspießen sei um etwa 75 Prozent zurückgegangen im Vergleich zum Normalbetrieb, teilte ein Sprecher des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa (Atdid) mit. Die Imbiss- und Restaurantbetreiber würden nun eher kleinere Spieße bestellen, das durchschnittliche Dönergewicht sei von etwa 25 Kilogramm auf rund 10 Kilogramm zurückgegangen. Der Hersteller Alan Döner berichtete von einem Umsatzrückgang um 50 Prozent zu Beginn der Corona-Beschränkungen. Mittlerweile sei die Nachfrage wieder leicht gestiegen, aber noch nicht auf dem ursprünglichen Niveau.