Mehrkosten für Rechenzentrum

Sylvia-Karina Jahn

Von Sylvia-Karina Jahn

Di, 04. Mai 2021

Emmendingen

Steigerung um circa 50 000 Euro.

(ja). Ob städtischer Haushalt oder Bußgeldverfahren – wo’s um die Finanzen und deren Verwalten geht, ist das Rechenzentrum dabei. Und das wird künftig teurer; laut Auskunft von Peter Dengler, Abteilungsleiter Finanzen bei der Stadtverwaltung, um etwa zehn Prozent. Die Stadt gibt für Leistungen des Rechenzentrums jährlich rund 500 000 Euro aus. Sie rechnet daher künftig mit 50 000 Euro Mehrkosten.

Der Hintergrund: Die Kommunen nutzen Rechenzentren schon lange. Für diese Aufgabe gab es früher drei Zweckverbände, die 2018 fusioniert haben. Seither gibt es nur noch Komm-One, laut Dengler das europaweit größte Rechenzentrum. Emmendingen nutzt dessen Angebote beispielsweise für das Melde- und Einwohnerwesen, Wahlmanagement, Standesamt und Ordnungswesen. SAP und elektronischer Rechnungseingang, Inventarisierung und Personalwesen laufen ebenso über das Rechenzentrum wie das Geo-Informationssystem, das Dokumentenmanagement und Formularbereitstellung. Diese Leistungen muss die Stadt bezahlen; dazu Umlagen und Beiträge.

Benutzungsordnung, Servicekatalog und Datensicherheit des Rechenzentrums wurden seit der Fusion überarbeitet. Laut Sitzungsvorlage gibt es im Verhältnis zu 2019 keine Preissteigerung, wohl aber Umverteilungseffekte; die eine Stadt zahlt mehr, die andere weniger. "Dies ist ein Effekt, der bei einer Fusion, mit dem Ziel der Gleichbehandlung der Mitglieder, nicht ausbleibt", so Dengler. Der Gemeinderat folgte einstimmig.