Bumble

Wie die Nutzer einer Dating-App ein Treffen mit Sharon Stone verpasst haben

Tamara Keller

Von Tamara Keller

Sa, 04. Januar 2020 um 20:04 Uhr

Computer & Medien

Sharon Stone hatte sich kurz vor dem Jahresende ein Profil auf der Dating-App Bumble angelegt. Allein: Niemand glaubte der berühmten Schauspielerin.

Wer an tragische Liebesgeschichten denkt, der kommt in der Weltliteratur an einem Mann nicht vorbei: William Shakespeare. Die Geschichte rund um Romeo und Julia wird nach wie vor adaptiert und einzelne Textfetzen aus anderen Tragödien sind mindestens genauso berühmt wie Lady Gaga. So auch Hamlets "Sein oder nicht sein" – diese Frage gilt bei Romanzen im Jetzt mehr denn je: Denn viele beginnen nun auf Online-Dating-Apps.

Deren Prinzip beruht darauf, Menschen auf der Basis eines Fotos und ein paar Biografie-Angaben zu beurteilen: Nach rechts wischen heißt "Diese Person will ich treffen", nach links "Nein, danke". Der oder die eine oder andere schummelt da auch gerne: Hier noch ein Filter über das Foto legen, nur damit man heutigen, vermeintlichen Schönheitsidealen entspricht.

Andere halten es lieber anonym und legen sich für die Apps sogar einen Fake-Namen an. Dementsprechend lässt sich manchmal schwer zwischen falsch und wahr unterscheiden. Diese schmerzliche Erfahrung musste die 61-jährige US-Schauspielerin Sharon Stone auch machen. Sie hatte sich kurz vor dem Jahresende ein Profil auf der Dating-App Bumble angelegt. Diese ist vor allem dadurch bekannt, weil nach einem erfolgreichen Match nur Frauen den ersten Schritt machen können. Für Stone jedoch war das Datingvergnügen schnell vorbei: Weil mehrere Nutzer ihr Profil für eine Fälschung hielten und dieses meldeten, wurde nach kurzer Zeit Stones Account gesperrt. Das eine Schauspielerin mit Ikonenstatus wie Sharon Stone sich auf einer Dating-App rumtreibt, hielten viele wohl für zu unrealistisch.

"Hey Bumble, ist ich zu sein ein Grund mich auszuschließen?", fragte Stone über die sozialen Netzwerke. Im Nachhinein wird sich der ein oder andere Nutzer wohl geärgert haben: Schließlich hätte er, anstatt ein vermeintlich falsches Profil zu melden, auch einfach ein Date mit Sharon Stone haben können. Die gute Nachricht ist: Mittlerweile hat Bumble das Stone-Profil wieder freigeschaltet.