Der BGH urteilte nicht gegen behinderte Kinder

Christian Rath

Von Christian Rath

Do, 27. Juni 2002

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Das Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach eine Ärztin Unterhalt für ein nicht abgetriebenes Kind zahlen muss, ist nichts Neues.

Sebastian hat keine Arme und verstümmelte Beine. Die Eltern hätten ihn abgetrieben, wenn sie von der schweren Behinderung gewusst hätten. Doch die Ärztin ignorierte die Indizien im Ultraschallbild. Nach der Geburt klagte die depressiv gewordene Mutter auf Schadenersatz und bekam in allen Instanzen Recht. Auch der Bundesgerichtshof (BGH) entschied letzte Woche, dass die Ärztin den Unterhalt für Sebastian zahlen muss.

Ein Skandalurteil? Angesichts der entsetzten Reaktionen könnte man diesen Eindruck gewinnen. Nie dürfe menschliches Leben als "Schaden" bewertet werden, protestiert die evangelische Kirche. Jetzt müsse ein Arzt töten, um nicht ...

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