Abguss aus dem Jahr 1942?

Ulrike Derndinger

Von Ulrike Derndinger

Sa, 05. Februar 2011

Meißenheim

Der Steinabguss des angeblichen Bertold V. könnte in der Nazi-Zeit in Freiburg entstanden sein.

MEISSENHEIM. Wer hat die Figur gefertigt? Diese Frage beschäftigte Kunsthistoriker, nachdem in Meißenheim die Kopie einer mittelalterlichen Grabfigur gefunden worden war. Das Original befindet sich im Freiburger Münster – also interessierte sich die Münsterbauhütte, zuständig für den Erhalt des Münsters, für den Exil-Freiburger. Eine Spurensuche mit nationalsozialistischem Hintergrund.

Die Kunsthistorikerinnen der Münsterbauhütte Heike Mittmann und Stephanie Zumbrink haben herausgefunden, dass 1942 im Auftrag und auf Kosten der Reichsleitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) ein Gips-Abguss der Ritterfigur hergestellt wurde, der zunächst ins damals besetzte Straßburg und dann nach Berlin geschickt wurde. Warum ein Umweg über Straßburg genommen wurde, ist nicht ganz klar, vielleicht weil der Freiburger Oberbaudirektor Joseph Schlippe auch für das Elsass zuständig war.

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