Ein Trichter macht Ärger

Astrid Heitzmann

Von Astrid Heitzmann

Do, 14. Februar 2019

Meißenheim

Lärmschutz in Kürzell.

MEISSENHEIM-KÜRZELL (ashe). Der Kürzeller Ortschaftsrat möchte die Lücke der Lärmschutzwand zur Autobahn 5 schließen. Nachdem in der Frageviertelstunde bereits nachgehakt worden war, wie der Ortschaftsrat zur Schließung dieser Lücke stehe, erläuterte Kürzells Ortsvorsteher Hugo Wingert, dass erst einmal die Bauanträge gestellt werden müssten. Meißenheims Bürgermeister Alexander Schröder habe dazu einen Termin beim Regierungspräsidium. Dort solle darauf hingewiesen werden, dass bei einem Haus die Grenzwerte für Lärm gestiegen sind.

Ortschaftsrat Otto Meier wies darauf hin, dass die Lärmwerte für sehr viel mehr Anwohner nahe an die Grenzwerte gingen. Den Vorwurf, man habe Fristen verstreichen lassen, wies Wingert zurück. Notwendige Grundstücke hätten nicht erworben werden können. Nach fünf Jahren sei der Beschluss verfallen. Hier hakte Otto Meier ein, dass bereits im Jahr 2005 vom Gemeinderat der Beschluss gefasst wurde, die Lücke im Lärmschutzwall zu schließen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei absehbar gewesen, dass die Grenzwerte überschritten würden. Da die Lücke nicht geschlossen wurde und dies einen Trichter in den Ort bildet, hätten die meisten Anwohner von Kürzell keine Verbesserung durch den Lärmschutzwall.

Die ersten vier Bauabschnitte wurden von der Gemeinde Meißenheim selbst getragen. Diese sieht auch den Bund in der Pflicht, sich an den Kosten für den fünften Bauabschnitt des Lärmschutzwalls zu beteiligen.