Der große BZ-Check

Menschen am Hochrhein und im Hotzenwald schätzen die Lebensqualität

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Fr, 24. Juni 2022 um 19:00 Uhr

Bad Säckingen

Die Ergebnisse des BZ-Checks Hochrhein-Hotzenwald liegen vor: Besonders zufrieden sind die Teilnehmer mit der Sauberkeit und Lebensqualität in der Region. Am Nahverkehr hapert es aber noch.

Die BZ hat die Menschen am Hochrhein und im Hotzenwald gefragt, wie sie das Leben in der Region bewerten. Der BZ-Check ist nun abgeschlossen. 936 Menschen aus den acht Gemeinden der Ausgabe Bad Säckingen haben daran teilgenommen. Ein Kuriosum: Auch 268 Ortsfremde haben mitgemacht. Die Lebensqualität haben die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer positiv bewertet. Doch es gibt auch Kritikpunkte. Am schlechtesten schneiden der öffentliche Nahverkehr und das Radwegenetz in der Bewertung ab.

Wer hat am BZ-Check teilgenommen?

Die 936 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus den Orten Bad Säckingen, Wehr, Laufenburg, Murg, Rickenbach, Görwihl, Todtmoos und Herrischried. Diese Teilnehmerzahl ist beachtlich: Immerhin zwischen ein und zwei Prozent der Bevölkerung in den einzelnen Orten haben die Fragen online beantwortet. Repräsentativ ist der BZ-Check allerdings nicht. Dennoch gibt die Befragung Hinweise, wie zufrieden die Menschen in ihren Gemeinden sind und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Die BZ wird in einer Serie, die kommende Woche beginnt, die einzelnen Orte näher unter die Lupe nehmen.

Was die Teilnehmer anbelangt, so waren 52 Prozent Männer, 47 Prozent Frauen, der Rest hat keine Angaben gemacht. Interessant ist, dass am Hochrhein und im Hotzenwald Menschen zwischen 32 und 45 Jahre besonders großes Interesse am BZ-Check hatten. Sie sind mit 41 Prozent die größte Gruppe. Die 46- bis 64-Jährigen folgen mit 28 Prozent und die 22- bis 31-Jährigen mit 22 Prozent. Im Vergleich zu anderen BZ-Checks im Verbreitungsgebiet der Badischen Zeitung ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter 45 Jahren damit besonders groß.

Welche Kategorien standen zur Bewertung?

Trotz aller Kritikpunkte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer scheinen sich die Menschen am Hochrhein und im Hotzenwald wohl zu fühlen. In einer Skala von 1 bis 10 vergaben sie beim Thema Lebensqualität die Note 7,2. Nach Informationen des Instituts Umfrageheld, das den BZ-Check organisierte, sind nicht überall in Deutschland die Noten bei ähnlichen Befragungen so hoch ausgefallen. Noch besser als die Lebensqualität wird im BZ-Check allerdings die Sauberkeit beurteilt (7,7 Prozent). 6,9 Punkte vergaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Thema Sicherheit.

Eine sehr gute Note vergaben die Befragten auch beim Thema Sport und Vereine – das verwundert nicht, bedenkt man, wie groß das ehrenamtliche Engagement in der Region ist. Dieses drückt sich in einer Vielzahl von Sportvereinen, Musikvereinen, Kulturvereinen und vielen anderen mehr aus. Auch der Einzelhandel schnitt gut ab. Was allerdings keine Überraschung ist: In Städten wie Laufenburg, Bad Säckingen oder Wehr wurde das Angebot besser bewertet als in den ländlicheren Gemeinden, in denen viele kleine Läden in den vergangenen Jahrzehnten verschwanden. Relativ gute Werte erzielten die Gemeinden am Hochrhein und im Hotzenwald auch bei den Themen Kinderbetreuung und Schulen. Immerhin kamen sie da auf eine 6,1.

Wenig verwunderlich ist, dass der öffentliche Nahverkehr und das Radwegenetz im BZ-Check auf dem letzten Platz landeten mit Note 4,2. Deutlich wird, dass diese Bewertung viel mit der Topographie zu tun hat. Die Orte am Rhein schnitten bei diesem Thema besser ab als die im Hotzenwald. Immerhin sind die Orte in der Ebene zumindest ganz gut an die Bahn angeschlossen. Doch auch das zeigt die Bewertung: Auch da muss noch viel getan werden.

Wie schneiden die einzelnen Gemeinden ab?

Obwohl die Lebensqualität in den Gemeinden insgesamt hoch bewertet wird, verhagelt das schlechte Abschneiden etwa beim öffentlichen Nahverkehr und dem Radwegenetz die Gesamtnote: Sie liegt für alle Gemeinden zusammengerechnet bei einem Schnitt von 5,9. Die besten Noten für ihre Stadt vergaben die Laufenburger (6,4), gefolgt von Rickenbach (6,2), Murg (6,1), Bad Säckingen und Wehr (beide 5,9), Herrischried (5,8) und Todtmoos (5,7). Schlusslicht ist Görwihl mit Note 5,2.
Die detaillierte Auswertung der Ergebnisse für jede Gemeinde startet in einer Serie am kommenden Montag, 27. Juni. Den Auftakt macht die Stadt Laufenburg.