Metzger räumt Gewehrschüsse auf Tiere ein

skk

Von skk

Fr, 23. Oktober 2020

Kreis Waldshut

Verkauf auf Hof läuft weiter.

(BZ). Der Landwirt aus dem östlichen Kreisgebiet, gegen den das Landratsamt ein sofortiges Tierhaltungs- und Schlachtungsverbot verhängt hat ("Tierquälerei bei Schlachtung"; BZ vom 22. Oktober) hat die Haltung seiner Tiere noch nicht aufgegeben. Um seine Tiere unterzubringen, darunter auch trächtige Tiere, habe ihm das Veterinäramt eine gewisse Zeit eingeräumt, sagt er auf Anfrage. Auch der Fleischverkauf auf dem Hof laufe vorerst weiter, so der Landwirt. Doch wisse er nicht, wie und ob es mit dem Betrieb weitergehe. Das würden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zeigen. Wie berichtet, wurden diese Ermittlungen ausgelöst durch heimliche Aufnahmen, die Mitglieder der Tierschutzorganisation "Metzger gegen Tiermord" auf dem Hof machten. Sie zeigen unter anderem Rinder und Schweine, die knietief in ihren Fäkalien stehen. Auf Anfrage hat der Landwirt eingeräumt, die Tiere vor der Schlachtung nicht mit einem Bolzenschuss zu betäuben, sondern dem Schuss aus einem kleinkalibrigen Gewehr. Beim Bolzenschuss, so begründet er, seien die Tiere beunruhigt. Mit dem Gewehr könne er näher ran.