Mit der Bilanz zufrieden trotz Corona

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 20. Juli 2021

Eschbach

Vertreterversammlung Volksbank Breisgau-Markgräflerland.

(BZ). Wie bereits im vergangenen Jahr ließ die Corona-Pandemie keine Präsenzveranstaltung für die Vertreterversammlung der Volksbank Breisgau-Markgräflerland zu. Diese fand daher zum zweiten Mal im schriftlichen Verfahren statt. Per Briefwahl konnte über die einzelnen Tagesordnungspunkte abgestimmt werden.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen war 2020 für die Volksbank Breisgau-Markgräflerland ein erfolgreiches Geschäftsjahr, hieß es vonseiten des Vorstandes. Die Bilanzsumme – die Summe aller Geschäfte, die die Bank im eigenen Namen und auf eigenes Risiko getätigt hat – wuchs um 99 Millionen Euro und überschritt erstmals die Zwei-Milliarden-Grenze.

Bei den Kundenanlagen hat sich im Berichtsjahr der in den Vorjahren zu beobachtende Trend weiter fortgesetzt: Die Anleger vermieden langfristige Geldanlagen und bevorzugten liquide Anlageformen. Knapp 1,5 Milliarden Euro (plus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr) haben die Kunden der Volksbank anvertraut. Hinzu kommen 740 Millionen Euro, die Kunden in Aktien oder Fonds bei den Partnern der Genossenschaftlichen Finanzgruppe angelegt haben. Auf der Aktivseite ist die größte Position das Kundenkreditgeschäft. Getrieben durch eine weiterhin lebhafte Bautätigkeit wurden im privaten Wohnungsbau 36 Prozent mehr Kredite vergeben als im Vorjahr. Im Geschäft mit Firmenkunden standen die Investitionsfinanzierungen im Vordergrund. Das gesamte Kundenkreditvolumen konnte um 5,2 Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro gesteigert werden.

Der Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die Auswirkungen des nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Der Zinsüberschuss reduzierte sich auf 30,5 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis belief sich auf 12,9 Millionen Euro. Steuern im Umfang von 2,3 Millionen Euro und die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergaben einen Jahresüberschuss von 3,4 Millionen Euro. Der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses und der Zahlung einer Dividende stimmte die Vertreterversammlung zu.

Der Start in das Geschäftsjahr 2021 sei zufriedenstellend verlaufen, teilte der Volksbank-Vorstand mit. Die Kreditnachfrage nach privaten und gewerblichen Krediten lag über den Planungen. Wichtige Zukunftsprojekte konnten gestartet oder weitergeführt werden. Die anhaltende Corona-Pandemie berge aber weiterhin Unwägbarkeiten und Risiken – das gelte auch für die Konjunktur, auch wenn im Einklang mit volkswirtschaftlichen Prognosen eine Konjunkturerholung erwartet wird. Bargeldlose Dienstleistungen würden weiterhin boomen und der digitale Wandel sich beschleunigt fortsetzen, so die Volksbank-Verantwortlichen.

Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrates standen Veränderungen an. Wegen des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze, schied Freddo Dewaldt aus dem Gremium aus. Damit endete eine langjährige erfolgreiche Ära. Dewaldt wurde 2002 in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Breisgau-Süd gewählt. Von 2014 bis 2018 war er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Mit Sachverstand, Kompetenz und Engagement setzte er sich in seiner Amtszeit für die Belange der Bank, der Kunden und der Mitglieder ein. Für seine Verdienste um das Genossenschaftswesen wurde er mit der Ehrenurkunde des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet. "An der Entwicklung der heutigen Volksbank Breisgau-Markgräflerland hatte Freddo Dewaldt einen großen Anteil. Es ist damit auch sein Verdienst, dass die Bank heute da steht, wo sie steht", resümierte Vorstandsvorsitzender Norbert Lange in seiner Laudatio.

Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden Martin Heiler, Gabriela Krämer, Hubert Schelb und Josef Schweizer. In seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat Susanne Hierholzer als Vorsitzende bestätigt. Stellvertreter ist weiterhin Hans Christian Maier.