Umwelt

Mit diesen 6 Ideen leisten unsere Leser einen Beitrag zum Klimaschutz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 09. September 2019 um 12:53 Uhr

Weil am Rhein

Es gibt viele Wege das Klima zu schützen. Und jeder einzelne kann etwas tun. Diesmal erzählen uns Leserinnen und Leser, mit welchen Kleinigkeiten sie einen Beitrag leisten.

Was könnte ein Einzelner schon ausrichten gegen all die Umwelt- und Klimaprobleme? Auf den ersten Blick wenig, auf den zweiten viel. Denn jeder noch so kleine Beitrag kann doch in der Summe zu einem größeren werden. Eine Übersicht mit 6 Beispielen von unseren Lesern.

1. Caro Lefferts, der Leiterin der Senioren-VHS in Weil benutzt Wachstücher statt Folien

Ich versuche seit einiger Zeit, Plastik einzusparen, besonders zum Einpacken von Lebensmitteln im Kühlschrank – also keine Alufolie mehr oder auch keine Klarsichtfolie. Ich nehme Bienenwachstücher. Die ersten habe ich noch im Internet bestellt, inzwischen mache ich sie einfach selbst. Sie sind bei mir ständig in Gebrauch und das Herstellen ist ganz einfach. Man nimmt ein altes Geschirrtuch oder ein Stück Stoff in der gewünschten Größe und streut großzügig und gleichmäßig Bienenwachs-Pellets darauf. Dann nimmt man ein Backpapier und bügelt darüber. Die Perlen verbinden sich mit dem Tuch – fertig! Man kann das Ganze auch im Backofen machen, dauert nur etwas länger.

2. Bleistift statt Kugelschreiber Jupp Trauth und Evelyn Schönheit vom Forum Ökologie & Papier

Bleistifte und Füllhalter erfüllen den selben Zweck wie Wegwerf-Kugelschreiber. Die bunten Plastikkulis, die oft mit Werbeaufschriften verziert sind, lehne ich, wo immer ich einen angeboten kriege, ab. Und so hat sich bei mir eine kleine Sammlung als ausgestorben geltender Bleistiftstummel angesammelt. Auch diese Spezies gehört eigentlich auf die Rote Liste! Holzschreibgeräte schreiben sich im Gegensatz zu den unsinnig-langlebigen Plastikkulis ökologisch einwandfrei ab: Die Holzschnipsel, die beim Spitzen entstehen, können in die grüne Tonne oder auf den Kompost und das Graphit ist ja nichts anderes als sehr reiner Kohlenstoff. Das schadet auch nicht – im Gegensatz wahrscheinlich zu den Tinten in den Kulis.

3. Gärtnern ohne Gift – Ernst Udo Kaufmann

"Ich bin 92 Jahre alt. So lange ich gärtnern konnte, verzichtete ich auf umweltschädigende Gifte. So lange ich mobil war, benützte ich zum Einkaufen das Fahrrad und meine Vespa. Seit acht Jahren bin ich infolge Zeckeninfektion schwer gehbehindert und muss das Auto benützen, ein kleiner Citroën Baujahr 2006 mit schadstoffarmem und sehr sparsamem Dreizylindermotor, 4 bis 5 Liter Benzin/100 Kilometer, 160 Stundenkilometer Spitze. Das reicht doch?!

Ich erinnere mich daran, wie nach dem Krieg bald aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten "USA" der sogenannte Fortschritt mit der Konsumgesellschaft importiert wurde. Raffinierte Reklame diente nicht der Sparsamkeit, sondern der Verschwendung. Ein Lichtblick bleibt: Die Jugend beginnt sich gegen den Ausverkauf ihrer Zukunft zu wehren. "Empört Euch!" Dazu ist es höchste Zeit. Und ändert euren Lebensstil, ist hinzuzufügen.

4. Feste Seife benutzen – eine Leserin aus Kandern

"Mein kleiner Beitrag, um weniger Ressourcen zu verbrauchen, ist der Verzicht auf Flüssigseife und Shampoo in Plastikflaschen," schreibt eine Leserin aus Kandern. Das sei ganz einfach, schone die Umwelt und den Geldbeutel. Inzwischen gebe es auch spezielle Haarseifen, die in Papier verpackt sind. Seit zwei Jahren kaufe sie nur noch feste Seifen, erzählt uns die Leserin und bedankt sich bei uns noch für die Initiative, "Andersmacher vorzustellen". Die kleine BZ-Serie sei genau in ihrem Sinne, meint sie. "Es wird dauernd gesagt, alles sei so schlimm und die Politik solle dies oder jenes verordnen". Aber man könne selbst vieles tun, sagt sie. "Wir brauchten nicht auf die Politik zu warten". Und dann hat sie gleich noch einen Tipp: Im Internet gibt es auf der Webseite "replace plastic" (deutsch: Plastik ersetzen) eine App. Damit kann man im Laden die Barcodes von Produkten einscannen und dem Hersteller gleich mitteilen, dass man sich dafür eine Verpackung ohne Plastik wünscht. Das habe sogar bereits Erfolg, so ihr Eindruck.

5. Wäsche an der Luft trocknen – Renate und Andreas Schulze aus Weil am Rhein.

"Liebes BZ Team", schreiben Renate und Andreas Schulze, "auch wir leisten einen Beitrag zur Schonung der Umwelt und zwar, indem wir unsere Wäsche auf ganz natürliche Art trocknen". Tatsächlich scheint der Wäschetrockner in vielen Haushalten heute selbstverständlich und unvermeidlich, vor allem für Familien. Die beiden Leser sehen es anders. Sie berichten, dass sie die Wäsche auch an die frische Luft gehängt haben, als die beiden Kinder noch klein und sie beide berufstätig waren. "Während dem Wäsche-Aufhängen kann man sogar ein bisschen meditieren," schreiben die beiden, die sich die Aufgabe übrigens teilen. "Wir machen das beide gern", sagen sie. Und im Winter? "Dafür gibt es in unserem Mehrfamilienhaus einen Trockenraum".

6. Kaltes Wasser erst ins Kännle – ein Leser aus Egringen

"Ich weiß nicht, ob mein Tipp ein alter Hut ist, aber ich mache das schon lange und fühle mich gut dabei. In meiner Spüle steht immer ein Blumenspritzkännchen, und sobald ich heißes Wasser zum Spülen einlaufen lasse, fülle ich mein Kännchen mit dem noch in der Leitung befindlichen kalten Wasser und verwende es später beim Gießen. Das kalte, saubere Wasser wird so weiter verwendet und geht nicht ungenutzt durch den Ablauf verloren."
Info

Erzählen Sie, was Sie tun (oder lassen), um dem Planeten etwas Gutes zu tun und weniger Ressourcen zu verbrauchen. Schicken Sie ein Foto mit an redaktion.weil@badische-zeitung.de. Geben Sie im Betreff "Mein kleiner Beitrag" an. Teilen Sie uns zudem Ihren Namen und Ihre Telefonnummer für Nachfragen mit.