Mit egoistischen und ignoranten Parolen

Hannelore Weber

Von Hannelore Weber (Freiburg)

Di, 27. April 2021

Leserbriefe

Zu: "An Grenzen gestoßen", Beitrag von Roland Muschel und Agentur (Politik, 13. April)

Wie lange nerven sie noch ihre vernünftigen Mitmenschen mit ihren lärmenden, luftverpestenden, verkehrsbehindernden Autokorsos, den Aufmärschen im Verbund mit Reichsbürgern und sonstigen rechten Gesinnungsgenossen? Mit egoistischen und ignoranten Parolen: "Keine Corona-Diktatur". Wie lächerlich! Hätten wir eine Diktatur, wären sie schon längst in der Versenkung verschwunden.

Für wen meinen sie eigentlich, die Demokratie retten zu müssen? Für die mit dem Tod ringenden Infizierten, das Pflegepersonal und die Ärzte auf den Intensivstationen, die bis zur Erschöpfung arbeiten? Vielleicht wäre es eine Entlastung, wenn jeder dieser sogenannten Querdenker den Verzicht auf Intensivbehandlung im Falle einer Corona-Erkrankung erklären würde? Für die Gastronomie und Hotellerie, die Ladenbesitzer, die dank dieser Beiträge zur Verbreitung des Virus durch Uneinsichtigkeit, Dummheit und Rücksichtslosigkeit solcher Abstands- und Maskenverweigerer geschlossen haben oder wieder schließen müssen?

Wie lange bekommen diese Leute noch Genehmigungen für ihre provokativen Aufmärsche und Autokorsos, bei denen sich kaum jemand an die Vorschriften hält, wie man gesehen hat? Wie lange werden sie von den Ordnungskräften noch mit Samthandschuhen angefasst? Irgendwie verwunderlich, man erinnere sich an die Demonstrationen gegen Stuttgart 21 oder die Räumaktion im Hambacher Forst. Hannelore Weber, Freiburg