Fastnacht

Mit "Narri-Narro" durch die Pandemie

Enrico Wintermantel, Klasse 8e, Hugo-Höfler-Realschule (Breisach

Von Enrico Wintermantel, Klasse 8e, Hugo-Höfler-Realschule (Breisach

Mi, 16. Juni 2021 um 16:28 Uhr

Schülertexte

Die Narren am Tuniberg trotzten Corona und feierten, was ging. Ein kurzer Bericht von Enrico Wintermantel, Schüler der Klasse 8e der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach.

Fasnacht war dieses Jahr für die Hästräger und Hästrägerinnen kein leichtes Jahr. Viele waren bestimmt traurig, denn sie konnten Fasnacht nicht so feiern, wie sie es zuvor getan haben. Die schönen und lustigen Momente aus den vergangenen Jahren fehlten sicherlich den meisten, aber auch der Kontakt war stark eingeschränkt. Freunde innerhalb der Zünfte und Vereine konnten sich nicht so sehen, wie sie es gewohnt waren.

Die Zünfte waren während der Corona Zeit aber nicht untätig. So haben viele eigenständige Aktionen gestartet, so wie zum Beispiel die Zunft des "s’Warzebäckle" vom Tuniberg. Meine Mama ist ein Mitglied dieser Zunft und so hatte ich auch die Möglichkeit, über die Corona Einschränkungen ein persönliches Interview mit ihr zu führen. Sie erzählte mir von den ausgeführten Aktionen, wie ihrer Foto-Challenge oder auch das Verstecken von Zunftbechern, welche andere Zünfte wiederum virtuell suchen mussten.

Meine Mama erzählte auch noch, wie toll sie es fand, dass verschiedenste Hästräger mit ihrem Kostüm auf die Straße gingen, natürlich mit entsprechendem Mindestabstand, um so ein kleines bisschen Fasnachtsstimmung zu verbreiten. Viele Menschen applaudierten und riefen "Narri, Narro". Trotzdem kam nicht die gleiche Stimmung auf wie in den vergangenen Jahren. Es fehlte die typische Fasnachtsmusik aus den Wagen, welche man schon von Weitem hören konnte und so ein bisschen mitgesummt hat. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, ist, wie sich die Zünfte verändert haben. So gab es viele Zunftabende, die virtuell stattgefunden haben und rege besucht worden sind. Auch die internen Zunftsitzungen blieben nicht aus und so versuchte jeder, das beste aus der aktuellen Corona-Situation zu machen.