Kampf gegen Covid-19

Mobile Impfteams bleiben in Baden-Württemberg bis Dezember aktiv

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Di, 14. September 2021 um 19:48 Uhr

Südwest

Das Land wird seine Impfkampagne auch nach der Schließung der Impfzentren Ende September fortsetzen. Mobile Impfteams werden für drei Monate an Kliniken angesiedelt – auch in Freiburg und Offenburg.

Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hatte dies im BZ-Interview Anfang August bereits angekündigt, er sprach damals von 20 MIT. Diese Zahl ist nun aufgestockt worden: Es werden 30 MIT an zwölf Kliniken im Land angedockt. In Südbaden werden Teams an der Universitätsklinik Freiburg und am Ortenau-Klinikum stationiert. Die Teams werden vom 1. Oktober bis Ende Dezember im Einsatz sein.

Wenn die Impfzentren schließen, werden Corona-Impfungen in Gänze von niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten übernommen. Der Einsatz der MIT ist als Übergang gedacht. Die Teams sollen die Ärzte bei der Durchführung von Auffrischimpfungen etwa in Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen unterstützen und außerdem Impfungen an Schulen oder offene Impfaktionen in den Gemeinden anbieten.

Die 30 MIT werden Landkreis-übergreifend im Einsatz sein. Sie seien, so das Sozialministerium, "regional ausgewogen an zwölf ausgewählte Krankenhausstandorte angebunden". Von Freiburg aus werden die Landkreise Waldshut, Lörrach und Breisgau-

Das Land schließt für die Organisation und den Betrieb der MIT Verträge mit den Kliniken vor Ort und übernimmt die Kosten, so auch die für das Personal. Die MIT können Infrastrukturen der Kliniken nutzen. So wird das Ortenau-Klinikum laut einer Mitteilung des Landratsamts "bestehende Infrastrukturen zur Lagerung des Impfstoffs und Büros für die Koordinierung der MIT-Einsätze" zur Verfügung stellen. Es sollen aber auch etwa Kühlschränke im Zuge der Auflösung der Impfzentren aus deren Beständen übergeben werden. Die Fahrzeuge der Mobilen Impfteams werden vom Innenministerium über den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt.



Das Land erhofft sich vom Einsatz der MIT eine Stabilisierung der stockenden Impfkampagne. Jedes MIT könne, so das Sozialministerium, täglich rund 70 Impfungen durchführen. Von Anfang Oktober bis Ende Dezember werde durch die MIT eine rechnerische Impfkapazität von rund 189.000 Impfungen bereitgestellt. Stand Dienstag, 8 Uhr, waren im Land 68,9 Prozent der Über-Zwölf-Jährigen vollständig, 69,8 Prozent einmal geimpft.