Mobilität kann auch durch Busse, S- und Straßenbahnen sowie elektrische Autos gewährleistet werden

Stephan Marks

Von Stephan Marks (Stegen)

Mo, 29. November 2021

Leserbriefe Freiburg

Auto-Aufkleber mit dem Text: "Dieses Auto macht mir Angst" – eine bemerkenswerte Aktion.

Es könnte freilich sein, dass manche SUV-Fahrer dies als Bestätigung empfinden: In einer psychologischen Untersuchung wurden junge Männer befragt, welches Auto sie gerne kaufen würden. Dabei wurde die eine Hälfte der Versuchspersonen kurz vor der Befragung durch verstecktes Theater beschämt. Diese Befragten befürworteten deutlich häufiger als die andere, nicht-beschämte Hälfte der Versuchspersonen den Kauf von wuchtigen, leistungsstarken Fahrzeugen mit lauten Auspuffen.

Es mag verschiedene Gründe geben, weshalb sich Menschen für den Kauf massiger, angst-einflößender Fahrzeuge entscheiden. Diese sollten aber nicht mit dem – zu respektierenden – Bedürfnis nach Mobilität verwechselt werden.

Denn Mobilität kann auch durch Busse, S- und Straßenbahnen sowie, in abgelegenen Gegenden, durch kleine, leichte, spritsparende oder elektrische Autos mit mäßigen Fahrleistungen gewährleistet werden. Wer jedoch große, schwere, leistungsstarke und damit spritsaufende SUV fährt, der sollte auch für die größeren Schäden, die sein Verhalten dem Erdklima und künftigen Generationen aufbürdet, entsprechend zur Kasse gebeten werden. Etwa durch deutlich höhere Steuern auf Benzin und Diesel – aus diesen Einnahmen könnten wiederum diejenigen, die mit verantwortungsbewussten beziehungsweise kleineren Verkehrsmitteln unterwegs sind, finanziell entlastet werden.Stephan Marks, Stegen