Neuer Monat
Mondfinsternis, Datenschutz, Volksfeste – das und mehr bringt der September 2025
Die Tage werden kürzer, der Herbst naht: Im neuen Monat gibt es nicht nur Neuerungen für Verbraucher, sondern auch viele Feste. Ein Überblick.
dpa & BZ-Redaktion
Fr, 29. Aug 2025, 22:10 Uhr
Panorama
Wir benötigen Ihre Zustimmung um BotTalk anzuzeigen
Unter Umständen sammelt BotTalk personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.
Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.
AkzeptierenMehr Informationen

Mehr Kontrolle über Gerätedaten
Nutzerinnen und Nutzer vernetzter Geräte wie Smart-TVs, Saugroboter, Kühlschränke, aber auch E-Bikes, Fitness-Tracker oder Autos bekommen mehr Kontrolle über ihre Daten. Ab dem 12. September müssen Hersteller offenlegen, welche Informationen gesammelt werden – und wie man darauf zugreifen kann.
Möglich macht das der sogenannte EU-Data-Act. Das Datenschutzgesetz, das bereits Anfang 2024 in Kraft getreten ist, soll es Verbrauchern erleichtern, ihre Gerätedaten einzusehen und bei Bedarf auch an andere Dienste weiterzugeben. Die Hoffnung: Der Kundendienst oder die Reparatur bestimmter Geräte könnte günstiger werden.
Festival-Saison endet - Herbstfestsaison startet
Der Festival-Sommer neigt sich seinem Ende entgegen, aber ein paar Highlights stehen auch in Südbaden noch auf dem Programm. Am Freitag/Samstag, 5./6. September finden das Heroes-Festival in Freiburg mit Bonez MC, Ufo361 und Bausa sowie das TUNE-Electronic-Music-Festival auf dem Eschbacher Flugplatz statt. Eine Woche später, 11. bis 13. September, steigt das legendäre Rock-am-Bach-Festival in Kirchzarten. Der September bringt auch wieder viele Weinfeste in die Region. Ein Highlight: Das Schnecke-Fescht in Pfaffenweiler vom 5. bis zum 7. September.
Totale Mondfinsternis
Ein herausragendes astronomisches Ereignis bietet uns der Sternenhimmel im September: Am 7. September findet eine totale Mondfinsternis statt, die in ihrer zweiten Hälfte von ganz Mitteleuropa sichtbar ist. Um 20.09 Uhr tritt an diesem Tag die Vollmondphase im Sternbild Steinbock ein. Dabei wandert die voll beleuchtete Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird dabei verfinstert.
Die Finsternis beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde um 17.27 Uhr. Eine Stunde später tritt er in den Kernschatten ein. Um 19.30 Uhr beginnt die Totalität. Sie dauert bis 20.53 Uhr. Dann schiebt sich der Vollmond wieder aus dem Kernschatten heraus, bevor er um 21.57 Uhr den Kernschatten ganz verlässt. Mit Austritt des Mondes aus dem Halbschatten der Erde endet die Mondfinsternis. Dieser Austritt bleibt prinzipiell unbeobachtbar.
Die Größe der Finsternis beträgt das 1,367-fache des scheinbaren Monddurchmessers. Während der Finsternis sorgt die Erdatmosphäre für eine Rotfärbung ähnlich wie Sonne und Mond bei Auf- und Untergang rötlich verfärbt erscheinen.
Die Sommerferien enden - und der Sommer auch?
Am Montag, 15. September, ist der erste Schultag nach den Sommerferien in Baden-Württemberg. Dann zeigt sich nicht nur, ob alle Brotdosen des Nachwuchses zum Ende des Schuljahres ordnungsgemäß geleert worden waren, sondern auch, ob der neue Turbo-Kreisverkehr bei Ebringen der vollen Verkehrslast standhält.
Laut der Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes war Baden-Württemberg zuletzt das verregnetste Bundesland. Dennoch konnte man sich im Südwesten nicht über einen trüben Sommer beschweren - mit zum Teil mehr als 800 Sonnenstunden. So war etwa auch der Juni in Baden-Württemberg der zweitwärmste seit Beginn der Messungen. Was das nun wohl für das September-Wetter heißen mag?
Bundesweiter Warntag
Am 11. September heulen wieder Sirenen und Warn-Apps, obwohl gar nichts passiert ist. Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Ab 11 Uhr wird eine Probewarnung verschickt, gegen 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung, meldet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Elektronische Patientenakte
Millionen Versicherte nutzen die für sie eingerichtete E-Akte bisher noch nicht aktiv, um eigene Gesundheitsdaten anzusehen oder auch sensible Inhalte zu sperren. Nach einer Reform der Ampel-Koalition haben 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten seit Januar eine ePA von der Kasse bekommen. Dabei gilt: Wer keine möchte, muss aktiv widersprechen. Und: Man kann in seine ePA hineinschauen, muss es aber auch nicht.
Die Übergangsfrist für die flächendeckende Einführung endet am 30. September, dann muss die ePA überall im Einsatz sein. Wenn alle Ärzte ab 1. Oktober verpflichtet sind, neue Diagnosen und Befunde in der E-Akte abzulegen, könnte das der Nutzungsquote neuen Schub verleihen, sonst droht das Projekt Experten zufolge zu scheitern.
Cannstatter Volksfest
Am 26. September startet das Cannstatter Volksfest in Stuttgart. Es läuft bist zum 12. Oktober. Der "Wasen" ist nach dem Münchner Oktoberfest das zweitgrößte Volksfest in Deutschland.
Bargeldloses Bezahlen auch auf dem Oktoberfest
Ein erstes Zelt auf dem Oktoberfest (ab dem 20. September) macht Schluss mit Scheinen und Münzen: Die "Münchner Stubn" stellt komplett um und will keine Münzen und Geldscheine mehr annehmen als Bezahlung für Maß und Hendl. Allerdings: Noch ist Bargeld das gängigste Zahlungsmittel auf dem größten Volksfest der Welt, wie das zuständige Münchner Wirtschaftsreferat betont.
Weitere Neuheiten: An Samstagen, Sonntagen und am Feiertag dürfen die Wirte ab 15.00 Uhr zusätzlich zehn Prozent der Plätze für Einheimische reservieren. Und das Bier auf der Wiesn wird wieder teurer: Zwischen 14,50 und 15,80 Euro soll die Maß kosten.
Ein Badisches Oktoberfest in Freiburg gibt es in diesem Jahr auch wieder - aber erst im Oktober, wenn es als Charity-Event die Freiburger Herbstmess' begleitet.
Bundestag kommt wieder zusammen
Nach Ende der Sommerpause kommt der Bundestag am 10. September wieder zusammen. Laut Tagesordnung müssen sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) den Fragen der Abgeordneten stellen.