Mountainbike

Simon Stiebjahn: „Mich motiviert, wenn es richtig hart wird“

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 26. Oktober 2012

Mountainbike

BZ-INTERVIEW mit dem Mountainbiker Simon Stiebjahn aus Langenordnach, der in der abgelaufenen Saison den Sprung in die internationale Spitze geschafft hat.

MOUNTAINBIKE. Talentiert war Simon Stiebjahn schon immer, seit der vergangenen Saison ist der 22-jährige Mountainbiker aus Langenordnach auch ein Siegfahrer. Er wurde in der U-23-Klasse Marathon-Europameister und Bundesliga-Gesamtsieger und kam bei zwei Übersee-Weltcuprennen unter die ersten zehn. Ein phänomenaler Leistungssprung, in den der künftige A-Kaderathlet 800 Trainingsstunden unter dem neuen Coach Frank Brückner investiert hat. BZ-Redakteur Jürgen Ruoff hat sich mit Simon Stiebjahn über die vergangene Saison, seine innige Beziehung zum Fußball und seine Vorliebe für Matschrennen unterhalten.

BZ: Wie geht es Ihren Beinen nach einer anstrengenden Saison mit 38 Renntagen?
Stiebjahn: Nach drei Wochen Trainingspause und zwei Wochen Urlaub geht es den Beinen mittlerweile wieder gut. In den letzten Rennen habe ich schon gemerkt, dass ich müder werde. Die Spritzigkeit und Frische war weg. Auch die Motivation hat gelitten. Ich bin dann auch noch krank geworden und habe mir überlegt, die Saison abzubrechen. Ich wollte mir aber unbedingt den U-23-Bundesligasieg holen, was dann auch geklappt hat.

BZ: Welchen Stellenwert hat der U-23-Bundesligasieg für Sie in dieser so ereignisreichen Saison?
Stiebjahn: Er bedeutet mir viel, aber der sechste Platz beim Weltcup in Kanada ist für mich wertvoller, weil er im internationalen Vergleich errungen wurde. Das große Ziel war aber von Anfang an die Marathon-Europameisterschaft in Tschechien. Darauf war alles ausgerichtet, ich wollte dort aufs Podium kommen.

"Die Hymne zu hören,

das war Gänsehaut pur."

BZ: Gratulation, die Saisonplanung ist hundertprozentig aufgegangen: Sie wurden Europameister.
Stiebjahn: Danke. Wir haben uns im Vorfeld die EM-Strecke angeschaut, ich wollte dort unbedingt ein gutes Ergebnis einfahren. Nach 70 Kilometern wurde das Rennen richtig schwer, die Berge steiler. Ich hatte mir vorgenommen, im letzten Drittel Vollgas zu geben. Einer der beiden Italiener bekam dann einen Platten, da waren wir noch zu dritt an der Spitze des U-23-Feldes. Da habe ich das erste Mal daran geglaubt, Europameister werden zu können. Der zweite Italiener bekam nach 85 Kilometern Probleme, der Tscheche blieb an meinem Hinterrad. Von da an war es ein Schlagabtausch, mal hat der Tscheche attackiert, mal ich. Keiner kam aber ...

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