"Müssen unser Potenzial abrufen"

Thorsten Mühl

Von Thorsten Mühl

Di, 07. September 2021

Südbadenliga

Für Handball-Südbadenligist HTV Meißenheim zählt in dieser Saison nur der Klassenerhalt.

. Südbadenligist HTV Meißenheim setzt auch in der kommenden Saison wieder auf einen im Schnitt äußerst jungen Kader. Beim Riedverein wird viel Wert auf Teamgeist und Kollektivstärke gelegt. Trainer Christian Huck und Co-Trainer Stefan Tietz mussten nicht viele neue Akteure integrieren. Dorian Stempf komplettiert den Torhüter-Kreis, Philipp Hasemann kam ebenso aus der zweiten Mannschaft neu hinzu. Spürbar wird Dustin Ammels Abgang werden, er wechselte zur SG Köndringen-Teningen in die Oberliga. "Dustin besitzt hohe individuelle Qualität, die uns fehlen wird. Wir können nun aber auch unser Spiel ein wenig umstellen, andere Jungs erhalten so mehr Einsatzzeiten", nennt Huck Vor- und Nachteile dieser personellen Veränderungen.

Spielerisch und taktisch zeigte sich während der in drei Phasen eingeteilten Vorbereitung, dass das Trainer-Team einige Details in den Abläufen durchaus verändern könnte. Die Tests verliefen mit den für diese Phase alles andere als untypischen Hochs und Tiefs. "Gegen die HSG Ortenau Süd haben wir zum Beispiel in einer Halbzeit gerade mal sechs Treffer erzielt. Positiv war zum Beispiel, wie gut es gegen Mannschaften wie den TuS Altenheim II oder Ligakonkurrent SG Köndringen/Teningen II klappte", schildert Huck. Unabhängig von den nackten Ergebnissen sei viel Gutes, aber auch noch zu Optimierendes sichtbar geworden. "Bei der Sicherheit im Abschluss können sich die Jungs noch steigern. Einer unserer weiteren Schwerpunkte gilt der Abwehrarbeit. Insgesamt zieht der Kader engagiert mit, so dass wir davon ausgehen, gut gerüstet in die neue Runde zu starten", urteilt der HTV-Trainer optimistisch.

Das Verlangen nach Handballspielen ist groß

An Grundlagen-Fitness mangelte es den HTV-Akteuren trotz langer Lockdown-Pause nicht, wie die Verantwortlichen beruhigt feststellen. Zunächst wurde speziell ohne Ball gearbeitet, wobei Physio Mathias Kunzer die zentrale Verantwortung zukam. "Er hat gerade in dieser Zeit wichtige Impulse geliefert, die Einheiten gestaltet und den Spielern viele wichtige Tipps geben können. Mathias ist in unserem Team wie ein dritter verantwortlicher Trainer", unterstreicht Huck. Allen sei während der Vorbereitung anzumerken gewesen, wie stark das Handballspielen während des Lockdowns schmerzlich fehlte. "Kontakt bestand zwischen uns die ganze Zeit, aber das gemeinsame Spielen ist etwas anderes", weiß Huck.

Beim Thema Saisonziele und den favorisierten Teams in der Nordstaffel muss der HTV-Trainer nicht lange überlegen. "Wir sind – zumindest vom Durchschnittsalter her – der klare Außenseiter. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten. Wir wollen auch in den nächsten Jahren unseren Spielern die Perspektive Südbadenliga bieten", betont Christian Huck.

In der Position des Topfavoriten sieht er die SG Muggensturm/Kuppenheim, "das waren sie vergangenes Jahr schon". Hinzu komme ein breites Feld auf Augenhöhe mit dem TuS Ottenheim ("sofern alle fit bleiben, oben dabei"), TuS Helmlingen ("junger Kader, sehr spannend") und HGW Hofweier ("Wundertüte, aber viel individuelle Qualität"). Chancenlos sei der Riedverein nicht, "wir müssen aber das eigene Potenzial konstant abrufen", sagt Huck.

Zugänge: Philipp Hasemann, Dorian Stempf (beide HTV Meißenheim II).
Abgang: Dustin Ammel (SG Köndringen-Teningen).