Körperverletzung

Mundenhof-Besucher stößt Mitarbeiter vom Fahrrad

Mi, 27. Mai 2020 um 11:01 Uhr

Freiburg

Ein Mann und sein Sohn sollen auf dem Freiburger Mundenhof Dammwild gefüttert haben – das ist jedoch verboten. Als ein Mitarbeiter sie darauf hinwies, soll der Vater handgreiflich geworden sein.

Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 12:50 Uhr. Ein Mitarbeiter soll der Polizei zufolge beobachtet haben, wie ein Mann mit seinem Sohn die Tiere im Dammwildgehege fütterte. Er habe die beiden darauf hingewiesen, dass das verboten ist.

Der Mann habe daraufhin den Mundenhof-Mitarbeiter vom Fahrrad gestoßen, dieser habe sich bei seinem Sturz am Ellenbogen und Rücken verletzt. Zudem habe der Besucher mit der Faust gedroht, sei dann aber auf sein Fahrrad, an dem ein Kinderanhänger hing, gestiegen und Richtung Rieselfeld davongefahren.

Pferd Merlin wurde das Füttern beinahe einmal zum Verhängnis

Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls. Dem Mundenhof-Mitarbeiter zufolge war der Angreifer 35 bis 40 Jahre alt, etwa 1 Meter 80 groß, sportlich und muskulös. Er habe grau melierte kürzere Haare gehabt, den Jungen schätzte er vom Alter her auf circa drei Jahre.

Zeugen, die die Auseinandersetzung gesehen haben, oder Hinweise zu dem Mann machen können, werden von der Polizei gebeten, sich unter der Telefonnummer 0761 476870-0 beim Polizeiposten Rieselfeld zu melden (Montag bis Freitag, 7:30 Uhr bis 16 Uhr), oder beim Polizeirevier Freiburg-Süd unter: 0761 882-4421.

Überall auf dem Gelände des Mundenhofs weisen Schilder die Besucher darauf hin, den Tieren nichts zu essen zu geben. "Nicht füttern – auch kein Gras" steht da auf Deutsch, Englisch und Französisch. Aber nicht alle Besucher des Tiergeheges halten sich dran. Erst im Oktober 2018 wurde das Merlin, einem Schwarzwälder Kaltblut, fast zum Verhängnis: Gleich zweimal musste der Tierarzt seinerzeit anrücken, weil offenbar Besucher das Pferd verbotenerweise gefüttert hatten.