Basketball

Nach achtem Sieg in Serie ist für den USC Freiburg noch Tabellenplatz drei drin

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 07. März 2020 um 22:43 Uhr

USC Eisvögel

Mit 78:60 gewinnen Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen ihr Heimspiel gegen Nördlingen. Es ist der achte Sieg in Serie für die Eisvögel, die nun vor den Playoffs noch Rang drei anstreben.

Der Weltglückstag ist laut Beschluss der Vereinten Nationen zwar erst der 20. März. Die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg begingen ihren Glückstag aber wohl schon am 7. März. Denn am Samstagabend gab es bei den Eisvögeln nur Glücksgefühle und Glücksgesichter – nach dem 78:60 (18:13, 10:15, 26:12, 24:20)-Heimsieg gegen den Tabellenvierten Nördlingen, mit dem die Breisgauerinnen nach dem vorletzten Hauptrundenspieltag nun punktgleich sind.

Der Plan geht zu,m hundert Prozent auf

Die Tage sind selten, in denen Trainer ein Konzept ersinnen – und nach getaner Arbeit mit Genugtuung konstatieren: Der Plan ist zu hundert Prozent aufgegangen. Hanna Ballhaus und Isabel Fernandez hatten in dieser Saison schon für 20 Bundesligapartien Spielpläne entworfen. Aber wohl noch nie konnten sie von den Korbjägerinnen so exakt umgesetzt werden wie gegen das Überraschungsteam der Liga. "Wir wussten, dass Nördlingen mit einer kleinen Rotation spielt, also nicht viel auswechselt. So mussten wir sie müde spielen", sagte Ballhaus nach der Partie. Deshalb kam es vor, dass sie in der ersten Hälfte vier von fünf Spielerinnen gleichzeitig wechselte, um die Intensität hoch zu halten.

Der Plan ist die eine Sache. Die Umsetzung eine andere. An ihrem Tag des Glücks wies die Statistik beim USC eine Trefferquote von 60 Prozent bei Zweipunkteversuchen aus, 39 Prozent (9 von 23) bei Dreipunktewürfen und 90 Prozent (9 von 10) bei Freiwürfen. Nach dem Gleichstand zur Pause (28:28) zauberten die Eisvögel in den zweiten 20 Minuten. Nun klappte alles, sogar ein Rückwärts-No-Look-Pass von Jessica Genco und ein Notwurf mit Ablauf des dritten Viertels von Kapitänin Luana Rodefeld, die trotz Bänderverletzung im Fuß stark spielte. "Man merkt, dass wir zusammenwachsen und das Team Spaß und viel Selbstvertrauen hat", so Trainerin Ballhaus nach dem achten Sieg in Serie.

Drei Umstände, die zum vollkommenen Glück beitragen

Zum vollkommenen Glück trugen zudem folgende drei Umstände bei: Erstens: Die Höhe des Erfolges, mit dem die Hinspielniederlage (90:101) mehr als wettgemacht wurde – was bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet. Zweitens: Die überraschende 66:80-Niederlage von Meister Herne bei Absteiger Saarlouis, was dem USC am kommenden Samstag die Chance eröffnet, mit einem Erfolg in Herne auf Platz drei vorzustoßen. Das würde bedeuten, die Eisvögel träfen, falls sie das Viertelfinale überstehen, im Halbfinale nicht auf Tabellenführer Keltern. Drittens: In Herne wird Luana Rodefeld nicht wie geplant fehlen, sondern dabei sein. Denn das Olympia-Qualifikationsturnier im Format Drei-gegen-Drei, das in Indien hätte stattfinden sollen, wurde wegen des Coronavirus verschoben.

Der USC Freiburg spielte mit: Fuehring (27 Punkte/1 Dreier), Rodefeld (13/1), Nufer, Breen (11/3), Kranzhöfer, Genco (16/4), Kapitza (2), Hart (9), P. Mayer, Paunovic (nicht eingesetzt), Kambach (n. e.).