Abschied von der Dorfschreiberin

Nach drei Monaten würde Maja Mick gern noch in Eisenbach bleiben

Gert Brichta

Von Gert Brichta

Mo, 27. Juni 2022 um 17:39 Uhr

Eisenbach (Hochschw.)

Schweren Herzens hat Eisenbach Dorfschreiberin Maja Mick aus der Gemeinde verabschiedet. Anlässlich der Abschiedsveranstaltung las sie den Gästen aus ihren hier entstandenen Geschichten vor.

In kleinem Rahmen ist Dorfschreiberin Maja Mick nach ihrem dreimonatigen Aufenthalt offiziell verabschiedet worden. Es war ein herzlicher Abschied. Gerne hätte man den Anlass auf der Wiese beim Haus des Gastes begangen, wetterbedingt entschied man sich aber doch fürs Innere. Gefragt nach ihren Eindrücken während ihres vierteljährigen Aufenthalts meinte Maja Mick: "Ich habe das Gefühl, erst angekommen zu sein, und ich würde liebend gerne noch länger bleiben".

Auf dem Bärenhof in Schollach hat sie gewohnt, sie kam, als noch die letzten Schneeflocken fielen und erlebte den Hochschwarzwald auch bei hochsommerlichen Temperaturen. In ihrer Heimatstadt Köln sei zwar mehr los, doch im Hochschwarzwald lasse sich sehr gut leben, äußerte sie. Sie habe viel erlebt, sei gewandert und habe den Hochschwarzwald lieben gelernt.

Viele wunderbare Begegnungen mit Menschen habe sie in dieser Zeit gehabt, eines werde sie jedoch niemals vergessen, als sie mit Förster Karl Meister gemeinsam zur Jagd aufbrach. Er habe ihr bei dieser Gelegenheit alles Wichtige in Sachen Wald erklärt. Und wie war es auf der Jagd? "Gott sei Dank hat Karl Meister er nicht geschossen und kein Wild erlegt. Das macht auch nichts", meinte sie weiter "ich bin Vegetarierin".

Auch die Lichtenbergschüler werden Maja Mick vermissen

In der Lichtenbergschule leitete Maja Mick eine Schreibwerkstatt. Wie gut diese bei den Schülerinnen und Schülern ankam, zeigte sich bei der Verabschiedung, denn viele Jungen und Mädchen waren zur Verabschiedung gekommen. Maja Mick las aus den Werken, die im Schollacher Tal entstanden sind, darunter die heitere Geschichte "Der doppelte Mittwoch", aber auch Geschichten mit wahrem und "verlogenem" Hintergrund (sogenannte Lügengeschichten).

Renate Sinnreich, Vorsitzende des Förderkreises Kreatives Eisenbach, und Schulleiter Christopher Harms dankten Maja Mick und überreichten ihr Abschiedsgeschenke, darunter viele Köstlichkeiten, die sie zu Hause in Gedanken an die Idylle im Hochschwarzwald verspeisen kann.

Thomas Schwörer und der aus Unadingen stammende Hannes Stehle bereicherten den Abschied mit ihrer Gitarrenmusik.