Cyberattacken gegen den Iran

afp

Von afp

Mo, 24. Juni 2019

Ausland

Trump will weitere Sanktionen.

WASHINGTON (AFP). Nach der Absage eines Vergeltungsangriffs für den Abschuss einer US-Drohne geht Washington mit anderen Mitteln gegen den Iran vor. Wie die Washington Post berichtete, wies US-Präsident Donald Trump das US-Cyber-Kommando an, zur Vergeltung Cyberattacken gegen den Iran zu starten. Einer der Angriffe galt demnach iranischen Computern, mit denen Starts von Raketen und Lenkwaffen überwacht werden. Bei Yahoo! News hieß es unter Berufung auf zwei ehemalige Geheimdienstvertreter, die US-Cyberangriffe hätten zudem ein Spionagenetzwerk getroffen, das Schiffe in der Straße von Hormus beobachtete. Dort waren Mitte Juni zwei Tanker angegriffen worden, wofür Washington den Iran verantwortlich macht. Laut Washington Post waren die Cyberangriffe seit Wochen geplant.

Trump kündigte zudem zusätzliche Sanktionen an. Die Strafmaßnahmen sollten ab Montag gelten, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter, ohne weitere Details zu Art und Umfang zu nennen. Gleichzeitig kündigte er an, ohne Vorbedingungen zu Gesprächen mit dem Iran bereit zu sein. Der Iran drohte indes mit einem Flächenbrand im Nahen Osten. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif prangerte bei Twitter außerdem einen weiteren Zwischenfall mit einer US-Drohne am 26. Mai an.