Erdogan kommt nach Karlsruhe

Gerd Höhler

Von Gerd Höhler

Fr, 08. Mai 2015

Ausland

Der türkische Präsident wirbt um Wählerstimmen, obwohl er zur Neutralität verpflichtet ist.

ANKARA. Wenn die Türken in vier Wochen ein neues Parlament wählen, steht der Name Recep Tayyip Erdogan auf keinem Stimmzettel. Und doch geht es bei der Wahl am 7. Juni vor allem um ihn, den Präsidenten: Erdogan hofft auf eine Zweidrittelmehrheit für seine islamische Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP). Dann soll das Parlament mit den Stimmen der AKP die Verfassung ändern und ein Präsidialsystem einführen. Erdogan, ohnehin der mächtigste Mann der Türkei, hätte dann noch mehr Einfluss.

Soweit der Plan des ...

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