Wissenschaftszentrum Berlin

"Tunesien hat die größten Chancen"

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Sa, 26. Februar 2011 um 00:04 Uhr

Ausland

Tunesien, Ägypten, Libyen: Viele Völker im arabischen Raum wollen nicht mehr länger unter der Knute ihrer Diktatoren leben. Darüber sprachen wir mit Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

BZ: Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass sich Libyen nach dem Umbruch demokratisch entwickelt?

Merkel: Jedes Land kann sich demokratisch entwickeln. Libyen ist allerdings ein schwieriger Fall. Es ist gut möglich, dass das Land zerfällt, wenn die diktatorische Klammer fällt. Es könnte sich durchaus ähnlich entwickeln wie Somalia, das heute von Stämmen und Warlords dominiert wird. Sollte das passieren, sieht es für eine Demokratisierung schlecht aus. Es gilt das Prinzip: kein Staat, keine Demokratie.

BZ: Was sind die Voraussetzungen, dass sich nach einer Revolution ein demokratisches System ergeben kann?
Merkel: Der Begriff Revolution für die gegenwärtigen Umbrüche in der arabischen Welt erscheint mir unpräzise. Was wir gegenwärtig erleben, sind Massenmobilisierungen gegen verkrustete Diktaturen. Eine Revolution im klassischen Wortsinne würden diese Umbrüche ...

Lesen Sie jetzt alle BZ-Inhalte!

NUR BIS ENDE MAI: 6 Monate unbegrenzt BZ-Online lesen zum halben Preis. Jetzt 50% sparen

Alternativ können Sie pro Monat 5 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel. Registrieren Sie sich hier:

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel/Monat kostenlos lesen - inkl. BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel
  • Redaktioneller Newsletter mit den wichtigsten Nachrichten aus Südbaden
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten. Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ