"Es gab noch nicht mal eine Webseite"

sigg

Von sigg

Fr, 07. September 2018

Kunst

BZ-Plus BZ-INTERVIEW mit dem Freiburger Kunsthistoriker Eike Schmidt, der dabei ist, die Uffizien in Florenz zu modernisieren.

Halbheiten sind Eike Schmidts Sache nicht. Wenn es etwas zu klären gibt, dann sofort. Das haben seine Mitarbeiter an den Uffizien in Florenz schnell verstanden, als "il tedesco", der Deutsche, 2015 angetreten ist, eines der bedeutendsten Museen der Welt umzukrempeln. Die Veränderungen sind schon sichtbar, der Eintritt ist besser geregelt, Ikonen wie Botticellis Venus sind besser präsentiert. Und Schmidt verblüfft mit neuen Ausstellungen wie einer Retrospektive des deutschen Bildhauers Fritz König. Christa Sigg sprach mit ihm.

BZ: Herr Schmidt, Sie sind 2015 als erster Nicht-Italiener Direktor der Uffizien geworden. Das wurde nicht immer freundlich kommentiert.
Schmidt: In den italienischen Medien waren die Reaktionen anfangs vielfach negativ. Im persönlichen Umgang habe ich dagegen keinerlei Ablehnung erlebt. Schon gar nicht in den Uffizien selbst. Unter den Museumsmitarbeitern war die Frustration beträchtlich, weil viele Probleme über Jahre und Jahrzehnte nicht gelöst, sondern einfach nur weitergeschoben wurden.
BZ: Wie geht man so einen Berg an Versäumnissen an?
Schmidt: Wir haben die internen Strukturen völlig verändert. Jetzt sind die leitenden Positionen mit kreativen, engagierten Mitarbeitern besetzt, die zum Teil schon ewig am Haus arbeiten, sich aber nie entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen konnten. Sie genießen das Vertrauen der Kollegen, das ist ganz entscheidend.
BZ: Auch von außen sehen Ihre Häuser wieder ...

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