Harte Geschichten

Buchautor Joe Bausch: "Knast macht klüger"

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Sa, 01. Dezember 2018 um 09:00 Uhr

Kultur

BZ-Plus Gefängnisarzt, Schauspieler und Autor Joe Bausch spricht über sein neues Buch, den Strafvollzug und die Debatte über Sicherheit.

Mit seinem ersten Buch "Knast" war der aus dem Kölner ARD-"Tatort" als Gerichtsmediziner bekannte Gefängnisarzt Joe Bausch (65) überaus erfolgreich. Nun hat der Leitende Regierungsmedizinaldirektor der JVA Werl, der am 30. November in den Ruhestand geht, seine zweite Sammlung von Storys vorgelegt: "Gangsterblues: Harte Geschichten".

BZ: Herr Bausch, Schauspieler und Arzt: Das sind ja schon zwei ausfüllende Tätigkeiten. Warum wollten Sie auch noch Autor werden?
Bausch: Ich habe oft über den Strafvollzug in Talkshows gesprochen und gemerkt, dass ich nicht alles loswerden kann, was ich zu sagen habe. Ich habe mich gewundert, wie sehr man sich für den Knast interessiert, womöglich in Verbindung mit der prominenten Figur. Ich habe 200 Lesungen absolviert zwischen Bad Tölz und Hamburg. Die Leute fragten: Wann kommt das nächste Buch? Ich hatte genug Stoff.

BZ: In einer Vorbemerkung ist zu lesen, dass "Gangsterblues" sich nicht mit individuellen Biographien, sondern mit dem Alltag in deutschen Gefängnissen beschäftigt. Das habe ich anders gelesen. Sie erzählen nichts anderes als Lebensgeschichten.
Bausch: Es geht mir und meinem Verlag dabei um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten – und den Datenschutz. Ich musste die Geschichten deshalb anonymisieren, verfremden und fiktionalisieren. Tatsächlich steht hinter jeder Geschichte ein Sachverhalt: In der ersten Geschichte geht es zum Beispiel um jemanden, der unschuldig einsitzt. Das passiert in deutschen Gefängnissen. Oder es geht um ...

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