. . .von gestern?

Mi, 10. Januar 2001

Kultur

Die Debatte um das Elsässerditsch: drei Stellungnahmen.

Ein Politiker und zwei Schriftsteller, alle drei leben in Straßburg. Robert Grossmann, André Weckmann und Emma Guntz: drei Positionen zum Thema Elsässerditsch, aufgezeichnet von BZ-Redakteur Michael Neubauer.

Robert Grossmann:

Ja, Deutsch ist im Elsass unbestreitbar eine Sprache von gestern. Es war die Sprache vor 1648, dann die im Reichsland von 1870 bis 1918, schließlich war es eine von den Nazis aufgezwungene Sprache von 1940 bis 1944. Heute sind das Französische und das Elsässische die Sprachen des Elsass. Die Kämpfer für das Deutsche wurden hier in der letzten Zeit immer unverschämter und dominanter, das hat mich beunruhigt. Ich bin nicht gegen die Deutschen und auch nicht gegen den Deutschunterricht, aber gegen die Aktivisten, die uns eine gewisse Sprachenpolitik aufzwingen wollen.

Die Leute im Elsass, die eine deutsch-französische Zweisprachigkeit fordern, befinden sich im Irrtum. Sie bewegen sich gegen den Strom und wollen dem Elsass eine linguistische Vision aufzwingen, die der heutigen Welt ganz und gar nicht entspricht. Ich bin sehr zufrieden, dass die Kinder im Elsass die deutsche Sprache als Fremdsprache lernen. Doch müssen die, die ...

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