Rockerboss verurteilt

dpa

Von dpa

Fr, 07. August 2020

Panorama

Geldstrafe für Hanebuth.

Im Prozess gegen Rockerboss Frank Hanebuth hat das Amtsgericht Hannover Geldstrafen gegen ihn und weitere Angeklagte verhängt. Eine gemeinschaftliche Körperverletzung sei nicht nachweisbar, eine einfache Körperverletzung aber schon, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Pinski am Donnerstag zur Urteilsbegründung. Hanebuth wurde wegen Nötigung und Beihilfe zu 4000 Euro Geldstrafe verurteilt. Ein 46 Jahre alter Angeklagter wurde zu 5400 Euro Strafe verurteilt. Er hatte demnach den Chef einer Autowerkstatt in Langenhagen bei Hannover geschlagen.

Hanebuth war nach Überzeugung des Gerichts mit weiteren Männern beteiligt, als der Kfz-Mechaniker geschlagen wurde. Die Verurteilten gehören laut Anklage zur Rockergruppe Hells Angels. Im April 2018 waren sie bei dem Kfz-Mechaniker erschienen. Bei dem Vorfall solle es um Mietrückstände von 2500 Euro gegangen sein. Der 40-Jährige sprach dagegen von einem "Konflikt" um seine Ex-Partnerin. Diese sagte aus, sie und ihre 26 Jahre alte Tochter seien von dem Mann bedroht worden. Das Opfer verweigerte die Aussage weitgehend. Die Polizei habe aus dem Streit "eine Affäre gemacht".

Bei einer Razzia im Zusammenhang mit den Vorwürfen wurden 2018 verbotene Waffen und Patronen auf dem Anwesen von Hanebuth gefunden. Laut Richterin Pinski ist das ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Bemerkung von Hanebuths Anwalt, eine Patrone in einer Gürteltasche könne ein Glücksbringer sein, bezeichnete sie als "total charmant".