Schwarzwald-Baar-Kreis

Linachtalsperre: Eine Staumauer wird zur Theaterkulisse

Martina Philipp

Von Martina Philipp

Fr, 17. Juni 2011 um 00:03 Uhr

Südwest

Der Landwirt Bernhard Dorer hat ein Theaterstück über die Linacher Talsperre geschrieben – und lässt es vor Ort aufführen. Martina Philipp hat ihn im Schwarzwald-Baar-Kreis besucht.

"Den Scheißdreck brauchen wir nicht, wir brauchen keinen Strom." Bernhard Dorer lächelt, während er das sagt. Es sind nicht seine Sätze, er hat sie sich ausgedacht und sie einer Figur seines Theaterstücks in den Mund gelegt. Ein Mann ist es, den Dorer das sagen lässt, und dieser regt sich furchtbar darüber auf, dass der Bürgermeister in seinem kleinen Ort eine Wasserkraftanlage mit Stausee und einer hohen Mauer bauen will. Sogar ein Haus soll abgerissen werden. Unerhört.

Das klingt so, als ob sich das im Jahr 2011 irgendwo in Deutschland abspielt. Das klingt nach Fukushima, nach Antiatom-Stickern, nach Atomausstieg in Deutschland. Und es klingt nach Fragen, mit denen sich die erleichterte deutsche Bevölkerung früher oder später beschäftigen darf – jetzt, da der Strom mittelfristig irgendwo anders her kommen muss. Fragen wie: Könntet ihr noch ein, zwei Windräder auf den ...

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