Wirtschaftsweiser

"Die Anleger müssen wieder Vertrauen fassen"

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Do, 08. Dezember 2011

Wirtschaft

BZ-INTERVIEWmit dem Wirtschaftsweisen Lars Feld / Er sagt, die Euroländer haben nicht mehr viele Möglichkeiten, die Finanzmärkte zu beruhigen.

FREIBURG. Mit einem Schuldenpakt der Euroländer könnten die Akteure an den Finanzmärkten kurzfristig beruhigt werden, bis die geplanten Reformen in Italien und Spanien Wirkung zeigten. Das glaubt Lars Feld, Wirtschaftsprofessor in Freiburg und Mitglied im Wirtschafts-Sachverständigenrat, den sogenannten Wirtschaftsweisen. Mit ihm sprach Jörg Buteweg.

BZ: Herr Feld, am Donnerstag und Freitag treffen sich wieder einmal die Staats- und Regierungschefs der EU, um die Krise in Euroland in den Griff zu bekommen. Erwarten Sie von dem Gipfeltreffen noch etwas?
Feld: Ich erwarte eine ganze Menge. Ich finde auch, dass seit Frühjahr 2010, als die Schuldenkrise aufbrach, unglaublich viel geschehen ist.

BZ: Die Unruhe an den Finanzmärkten sagt etwas anderes.
Feld: Die beschlossenen mittel- und langfristig orientierten Maßnahmen sind zwar richtig, um die Schulden- und Wettbewerbsprobleme der Länder im Süden der Eurozone zu lösen. Sie haben aber kurzfristig nicht dazu geführt, die Finanzmärkte zu beruhigen.

BZ: Warum eigentlich?
Feld: Es gibt einen erheblichen Vertrauensverlust der Anleger gegenüber der Eurozone. Dieses Vertrauen muss man wieder gewinnen.

BZ: Wer sind denn die Anleger?
Feld: Alle Leute, die sparen und als Geldanlage beispielsweise Staatsanleihen kaufen wollen.

BZ: Warum sind die misstrauisch?
Feld: Weil alle Versprechen, zu sparen ...

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