Kartellbuße für Agrarhändler

dpa

Von dpa

Di, 14. Januar 2020

Wirtschaft

Wegen Preisabsprachen.

BONN (dpa). Wegen illegaler Preisabsprachen hat das Bundeskartellamt Bußgelder in Höhe von fast 155 Millionen Euro gegen sieben Pflanzenschutzmittel-Großhändler und die dort Verantwortlichen verhängt. Das trifft unter anderem die in Karlsruhe ansässige ZG Raiffeisen. Auch der Münchner Baywa-Konzern, Europas größten Agrarhändler, ist betroffen und muss allein knapp 69 Millionen Euro zahlen. "Unsere Ermittlungen haben gezeigt, dass die Unternehmen seit dem Jahr 1998 bis zum Zeitpunkt unserer Durchsuchung im März 2015 jeweils im Frühjahr und Herbst ihre Preislisten für Pflanzenschutzmittel miteinander abgestimmt haben", berichtete Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Montag. Weitere Bußgelder verhängte das Kartellamt gegen die Agro Agrargroßhandel, BSL Betriebsmittel Service Logistik, die Getreide AG und die Raiffeisen Waren GmbH, Kassel. Die Bußgelder sind noch nicht rechtskräftig.

Die US-Rechtsanwaltskanzlei Hausfeld kündigte an, im Namen geschädigter Bauern vor Gericht Schadenersatz einzuklagen. Details wurden nicht genannt.