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afp

Von afp

Do, 26. März 2020

Wirtschaft

Weniger Züge — Zertifizierung später — Kein Engpass — Weniger Einbrüche

DEUTSCHE BAHN

Weniger Züge

Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot reduziert, um Beschäftigte und die Flotte zu schonen. Derzeit führen noch 75 bis 80 Prozent der Züge, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Bahn reagierte damit auf Kritik der Lokführergewerkschaft GDL. Deren Vorsitzender Claus Weselsky hatte gefordert, die Kapazitäten auf 50 Prozent herunterzufahren.

MEDIZINPRODUKTE

Zertifizierung später

Um in der Corona-Krise keine bürokratischen Hürden für Atemmasken und und andere Hilfsmittel aufzubauen, will die EU-Kommission die geplante Zertifizierung von Medizinprodukten um ein Jahr verschieben. In den nächsten Tagen soll ein Vorschlag vorgelegt werden, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Noch gilt: Ab Ende Mai dürfen in der Europäischen Union nur besonders zertifizierte Medizinprodukte auf den Markt gebracht werden. Dies wurde als Konsequenz aus dem Brustimplantate-Skandal in der EU-Medizinprodukteverordnung festgelegt.

DATENVERKEHR

Kein Engpass

Das Datennetz in Deutschland wird im Zuge von Heimarbeit und Unterhaltung im Internet wegen der Corona-Pandemie deutlich stärker in Anspruch genommen. Der durchschnittliche Datenverkehr habe um zehn Prozent zugenommen, erklärte der Betreiber des weltgrößten Internetknotens in Frankfurt am Main, DE-CIX, am Mittwoch. Allein in der vergangenen Woche habe sich die Nutzung von Videokonferenzen sowie von sogenannten Online- und Cloud-Gaming-Plattformen verdoppelt. Die Kapazität des Frankfurter Internetknotens sei durch die erhöhte Datenübertragung aber noch nicht gefährdet. "Selbst wenn alle Firmen Europas ausschließlich aus dem Home-Office arbeiteten und nebenher noch ein weltweites sportliches Großevent übertragen werden würde, kann der DE-CIX die notwendigen Bandbreiten für reibungslose Interconnection bereitstellen."

VERSICHERUNGEN

Weniger Einbrüche

Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist den Versicherern zufolge 2019 um 10 000 oder zehn Prozent auf etwa 95 000 gesunken, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch mitteilte. Zugleich stieg die Höhe des dabei angerichteten Schadens aber um 350 Euro oder zwölf Prozent auf 3200 Euro.