Sozialer Aufstieg fällt im Norden leichter

dpa

Von dpa

Di, 21. Januar 2020

Wirtschaft

DAVOS (dpa). Wenn es um soziale Aufstiegschancen geht, hinkt Deutschland nach Ansicht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hinterher. Größte Hürden für die sogenannte soziale Mobilität in der Bundesrepublik sind demnach Ungleichheit bei Bildungschancen, mangelnder Zugang zu Technologie sowie Schwächen in der Lohngerechtigkeit. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das WEF vor Beginn seiner Jahrestagung in Davos vorstellte. Deutschland schafft es als Elfter von 82 untersuchten Staaten nicht in die Top 10, schneidet unter den G-7-Staaten aber am besten ab. Die besten Möglichkeiten bieten die nordischen Länder: Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden und Island. Weltweit macht das WEF niedrige Löhne, mangelhafte Sozialsysteme und unzureichende Bildungschancen als größte Barrieren für sozialen Aufstieg aus. Vor allem die großen Volkswirtschaften China, USA, Indien, Japan und Deutschland könnten nach Einschätzung des WEF enorm von sozialer Mobilität profitieren.