"Nicht zu viel verraten"

Sonja Zellmann

Von Sonja Zellmann

Sa, 04. Februar 2017

Neues für Kinder

BZ-INTERVIEW mit Birgit Kimmel über sicheres Surfen und den Safer Internet Day am 7. Februar.

Videos, Bilder, Chats und viele, viele Informationen – im Internet ist ganz schön was los. Das ist spannend, aber auch nicht ohne. Wenn es dumm läuft, kann es sogar gefährlich werden. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man sich sicher im Internet bewegt. Darüber hat Sonja Zellmann mit Birgit Kimmel von Klicksafe gesprochen, einer Organisation, die sich mit der Sicherheit im Internet beschäftigt. Kimmel gehört dort zum Leitungsteam und organisiert am 7. Februar den weltweiten "Safer Internet Day" mit.

BZ: Frau Kimmel, was kann denn für Kinder im Internet gefährlich sein?
Kimmel: Ein Beispiel ist, dass sie auf einer Website landen, auf der Gewalt dargestellt wird oder sonst etwas, das ihnen Angst macht. Schwierig kann es aber auch beim E-Mailen und Chatten werden, wenn sie jemand beleidigt oder belästigt. Eine andere Gefahr sind Abzockseiten. Damit ist gemeint, dass Kinder im Internet dazu verleitet werden, ein Formular auszufüllen, um zum Beispiel ein Spiel spielen zu können – und am Ende bekommen sie eine saftige Rechnung nach Hause geschickt. Damit all das nicht passiert, ist es wichtig, möglichst früh zu lernen, mit solchen Dingen umzugehen, und zu üben, wie man sich schützen kann und wann man aufpassen muss.
BZ: Und deshalb gibt es den "Safer Internet Day"?
Kimmel: Genau, seit über zehn Jahren gibt es den, immer im Februar, und mittlerweile in vielen Ländern überall auf der Welt. Da werden Aktionen und Projekte organisiert, die die Menschen auf Gefahren im Netz aufmerksam machen wollen.
BZ: Was bedeutet "safer Internet"?
Kimmel: Das heißt wörtlich übersetzt: sichereres Internet. Gemeint ist damit besonders das sichere Internet für Kinder und Jugendliche. Dieses Jahr geht es am "Safer Internet Day" vor allem um das Thema Cybermobbing.
BZ: Also das Beleidigen und Schikanieren von jemandem über das Internet und über Kanäle wie WhatsApp?
Kimmel: Ja, denn das gibt es sogar schon bei Grundschülern. Am häufigsten kommt es aber bei 11- bis 15-Jährigen vor.
BZ: Wie genau kann ein Kind sich im Internet schützen?
Kimmel: Kinder sollten nie persönliche Daten wie ihre Adresse, ihre E-Mail-Adresse oder ihre Telefonnummer weitergeben. Auch nicht, wenn jemand Fremdes sie online anspricht, selbst wenn er sehr nett erscheint. Denn man weiß nie, wer im Internet hinter einem Namen steckt. Außerdem sollten Kindern mit ihren Eltern absprechen, auf welchen Seiten sie surfen, und ihnen mitteilen, wenn sie etwas entdecken, das ihnen Angst macht. Und sie sollten auch andere schützen und keine Bilder von Freunden oder Mitschülern ins Netz stellen oder verschicken. Denn das ist verboten, es sei denn, die anderen haben es ausdrücklich erlaubt. Man selbst will ja auch nicht, dass seine Fotos einfach ungefragt verbreitet werden.


■ Internet-Tipps

Viele, viele Links zu tollen und sicheren Internetseiten für Kinde sowie massig Tipps fürs sichere Surfen findet ihr auf diesen Webseiten:
http://www.klicksafe.de/fuer-kinder
http://www.internet-abc.de/kinder
http://seitenstark.de
http://www.meine-startseite.de
Falls es mal Probleme gibt und ihr nicht wisst, an wen ihr euch wenden sollt, gibt es hier Hilfe: https://www.nummergegenkummer.de