Nordische Kombination

Fabian Rießle und Manuel Faißt trumpfen als Zweiter und Dritter auf

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

So, 29. November 2020 um 18:50 Uhr

Nordische Kombination

Die Schwarzwälder Kombinierer Fabian Rießle und Manuel Faißt belegen beim Weltcup in Finnland die Plätze zwei und drei. Faißt ist am Wochenende sogar der Konstanteste von allen.

Auch ohne den ersehnten ersten Saisonsieg war Bundestrainer Hermann Weinbuch glücklich. Mit gleich drei Podiumsplatzierungen verließen die deutschen Nordischen Kombinierer die erste Weltcup-Station im finnischen Kuusamo mit seinem Skizentrum Ruka. Aus Schwarzwälder Sicht besonders erfreulich: der zweite Platz von Fabian Rießle (SZ Breitnau) und der dritte Rang des in Oberried bei Freiburg lebenden und für den SV Baiersbronn startenden Manuel Faißt, der erstmals seit 2018 wieder auf dem Podest bei einem Weltcup-Wettbewerb stand.

Überhaupt war Faißt der konstanteste deutsche Kombinierer am Auftakt-Wochenende: Nach Rang vier am Freitag folgte am Samstag Platz fünf – und am Sonntag eben Rang drei. Den dritten Podestplatz hatte am Samstag Olympiasieger Eric Frenzel (Geyer) als Zweiter – hinter Seriensieger Jarl Magnus Riiber (Norwegen) – erklommen. "Wir haben vier unter den ersten Sieben und zwei auf dem Stockerl. Ich bin sehr, sehr zufrieden", bewertete Weinbuch das Ergebnis am Sonntag im ZDF, zu dem auch Vinzenz Geiger (Oberstdorf) als Sechster und Frenzel als Siebter beitrugen. Weinbuch ergänzte: "Es hat hintenraus ein bisschen gefehlt."

Am Sonntag führten dann eben Rießle (29) sowie der 27-jährige Faißt ein bestens aufgelegtes deutsches Team an. Nur der Norweger Jens Luuras Oftebro verhinderte den ersten Sieg des deutschen Teams, das sich in Abwesenheit des disqualifizierten Riiber schon Hoffnungen auf Platz eins gemacht hatte. Heftige Windböen hatten am Sonntagmorgen das Springen verhindert. Und so wurden die Ergebnisse des sogenannten provisorischen Probedurchgangs vom Donnerstag gewertet. Und bei dem lagen Faißt auf Rang eins und Rießle auf Platz fünf – auch weil Dominator Riiber, der in der vergangenen Saison 14. von 17. Einzelwettbewerben gewonnen und auch die Wettkämpfe am Freitag und Samstag für sich entschieden hatte, wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden war. Er war damit am Sonntag nur Zuschauer.

Unter Weinbuch und dem neuen Sprungtrainer Heinz Kuttin soll vor allem der Rückstand auf der Schanze verkleinert werden. Bei Eric Frenzel sah das gut aus. "Es war ein sehr guter Tag für mich. Ich habe mich die Tage schon recht gut gefühlt. Wir sind, glaube ich, auf dem richtigen Weg. Ich bin überglücklich mit dem zweiten Platz", sagte er am Samstag.

Die Weltcups in Lillehammer fallen nun coronabedingt aus, was Weinbuch bedauert: "Es ist schade, wir brauchen den Vergleich." In der Weltcup-Gesamtwertung sind nach drei Wettbewerben Faißt (4.), Frenzel (5.) und Rießle (6.) in Lauerstellung. Riiber führt das Feld trotz seiner Nullnummer am Sonntag an.