Bezirk Hochrhein

Nur der FV Lörrach-Brombach trainiert in Zweiergruppen

Uwe Rogowski und Matthias Konzok

Von Uwe Rogowski & Matthias Konzok

Di, 16. März 2021 um 10:48 Uhr

Oberliga BaWü

Die Mehrheit der überregional spielenden Fußballclubs vom Hochrhein wartet weiter ab. Der Oberligist FV Lörrach-Brombach aber ist seit Montag zurück auf dem Platz – kontaktfrei.

Die Möglichkeit, mit dem Training zu beginnen, besteht inzwischen grundsätzlich für alle Clubs. Doch es sind nur wenige, die die Option nutzen. Von den überbezirklich spielenden Fußballvereinen am Hochrhein sind nur der FV Lörrach-Brombach und ein Stück weit der FSV Rheinfelden im Trainingsbetrieb. In Weil oder Laufenburg warten sie ab. In Zweiergruppen trainieren, mache wenig Sinn.

Es dürfte der Hauch eines Klassentreffens über dem Grütt gelegen haben, als sich am gestrigen Montag die Fußballer des Lörracher Oberligisten auf dem Kickplatz versammelten. Zwar waren keine Jahre seit ihrem letzten Treffen vergangen, viereinhalb Monate waren aber doch eine gefühlte Ewigkeit. Beim ersten gemeinsamen Training seit Ende Oktober konnte Trainer Erkan Aktas 23 Spieler zu einer Einheit "in Zweiergruppen und kontaktfrei" begrüßen, lediglich ein Quartett musste zum Auftakt absagen.

Es ist noch offen, was in den kommenden Wochen möglich sein wird, für sein Team, das seit Anfang März individuell Läufe absolvierte, plant Aktas jedenfalls erst einmal drei Einheiten pro Woche. "Bis Ostern wird die Athletik im Vordergrund stehen", hinzu kommen technische Inhalte. Gefragt sei Kreativität: "Wir müssen das Training so gestalten, dass es den Jungs Spaß macht." Ausgerichtet ist die Planung auf den spätestmöglichen Re-Start (9. Mai), wonach die vom südbadischen Verband vorgesehene vierwöchige Vorbereitung mit Vollkontakttraining nach Ostern beginnen müsste.

Training in Zweiergruppen? Landesliga-Trainer sehen "wenig Sinn"

"Für uns kommt das momentan noch nicht infrage", sagt Perseus Knab, der Sportchef des Verbandsligisten SV Weil, zu den aktuellen Trainingsmöglichkeiten. "Du müsstest schon schummeln, damit das Training Spaß macht", bemerkt er. Coronokonform sei über eineinhalb Stunden und in Zweiergruppen momentan kaum sinnvolles Üben möglich. Unter der U 14 trainieren die Weiler Teams weitgehend, hier geht es allerdings mehr darum, für Bewegung bei den Kindern zu sorgen.

Auch Landesligist SV 08 Laufenburg ist noch nicht auf dem Platz. "Was willst du da auch machen?", fragt Trainer Michael Wasmer. "Momentan macht es wenig Sinn." Die Spieler würden "individuell zuhause" trainieren. Sporadisch in der Schweiz kommt Ligakonkurrent FSV Rheinfelden zu ein paar Trainingsumfängen, das eingeschränkte Programm in Deutschland "bringt doch nichts", sagt der Interims-Sportchef und zweite Vorstand Dennis Carmelini. Während der VfR Bad Bellingen das Jugendtraining gestartet hat, belässt es Coach Werner Gottschling beim Landesliga-Team bei individuellen Laufeinheiten. Ähnlich verfährt Tiziano Di Domenico, beim FC Wittlingen hat der Trainer die Läufe "mit einer höheren Belastung" angepasst.

Da der Inzidenzwert im Landkreis Lörrach über 50 liegt, sind aktuell maximal Zweiergruppen erlaubt. Gemäß der neuen Corona-Verordnung ist in Landkreisen mit stabiler Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 eine kontaktarme Sportausübung im Freien mit bis zu zehn Personen möglich. Diese Kriterien erfüllt derzeit der Schwarzwald-Baar-Kreis, unter den entsprechenden Möglichkeiten nahm der Oberligist FC 08 Villingen am vergangenen Dienstag das Training wieder auf.