Nur noch Schulbusse

Beatrice Ehrlich

Von Beatrice Ehrlich

Sa, 30. Januar 2021

Auggen

Auggen gegen ÖPNV-Pläne.

Die Gemeinde Auggen bittet dringend um den Erhalt der bisherigen Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das ist Tenor ihrer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Nahverkehrsplans, über die Bürgermeister Fritz Deutschmann die Räte am Ende der öffentlichen Gemeinderatssitzung informierte.

Für Auggen sind künftig nur noch Schulbusverbindungen vorgesehen. Den Plänen des Regioverkehrsverbunds Freiburg zufolge soll die Ringlinie 264 gestrichen werden, die Auggen bisher regelmäßig mit den Nachbarorten verbunden hat. Stattdessen sollen die Busse auf den bloßen Schulbusverkehr mit sechs bis acht Fahrtenpaaren an Schultagen reduziert werden. Am Wochenende, Feiertagen sowie in den Ferien würde es gar keine Busverbindungen nach Auggen mehr geben. In Kombination mit dem Wegfall von Zugverbindungen, welche Auggener Pendler betreffen, und der nicht aufeinander abgestimmten Fahrtzeiten von Zügen und Bussen, ergibt sich ein desaströses Bild für die künftige Verkehrsanbindung.

In einem Brief verweist Bürgermeister Deutschmann auf den Tourismus und die Gewerbetätigkeit im Dreiländereck. Um die Lebensqualität für Einwohner und Berufstätige hier zu sichern, sei eine gute Anbindung an Bus und Bahn unabdingbar. Nicht zuletzt mit Blick auf die Natur verweist er auf die Bedeutung des ÖPNV als Alternative zum Individualverkehr. Außer der eigenen Stellungnahme beteiligt sich Auggen auch an einer gemeinsamen Stellungnahme des Bürgermeistersprengels Markgräflerland.