Ödipale Taschenspielerei

Martin Halter

Von Martin Halter

Di, 03. Juli 2012

Literatur

Amélie Nothombs Roman "Den Vater töten": Ödipale Taschenspielerei

Joe Whip ist ein virtuoser junger Trickkünstler, aber von dem "größten Magier der Stadt", dem zwanzig Jahre älteren Norman Terence, kann er noch eine Menge lernen. Zum Beispiel Bescheidenheit, Demut und Charakterfestigkeit; dass große Magier die Kunst der Täuschung nie für profane Zwecke missbrauchen, Söhne dankbar für väterliche Liebe und die Belehrungen eines Meisters sind. Und vor allem: dass die Stiefmutter tabu ist. Aber der arrogante kleine Schlingel spielt falsch: Er betrügt den Mann, der ihn wie einen Sohn aufnahm, nach Strich und Faden.

Denn in Wahrheit will Joe nicht die Menschen mit seiner Kunst verzaubern, sondern ihnen das Geld aus der Tasche ziehen und seine aufgesparte ...

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