Lieber kontrolliert trinken

Christine Storck

Von Christine Storck

Fr, 04. Mai 2018

Offenburg

Suchtforscher Joachim Körkel plädiert für eine offenere Beratung von Alkoholgefährdeten.

OFFENBURG. Lieber aus freien Stücken weniger trinken als vergeblich um Abstinenz kämpfen: Bei einem Vortrag in Offenburg plädierte der renommierte Suchtforscher und Therapeut Joachim Körkel für eine offenere Beratung und Behandlung von Alkoholkranken. "Im Suchthilfesystem kommen höchstens zehn Prozent der Betroffenen an. Ziel muss deshalb sein, mit dem Ansatz des kontrollierten Trinkens mehr Menschen früher zu erreichen", sagte er.

Viele Kranke seien für ein komplett alkoholfreies Leben und entsprechende Behandlungen nicht zu gewinnen, stellte der Professor für Psychologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg fest. Er leitet dort das Institut für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung (ISS) und ist zudem approbierter Psychotherapeut. 80 bis 90 Prozent der Patienten in einer Behandlung strebten keine Abstinenz an, berichtete er.

"Sie ist und bleibt natürlich ein wichtiger und notwendiger ...

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