Offenburg

Thomas Marwein will wieder das Direktmandat holen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. März 2020 um 06:04 Uhr

Offenburg

Der Grünen-Landtagsabgeordnete kann sich über klare Rückendeckung freuen. Maren Seifert ist erneut die Zweitkandidatin.

Thomas Marwein ist für die Grünen wieder einhellig zum Landtagskandidaten im Wahlkreis Offenburg gewählt worden. In der Wahlkreismitgliederversammlung hatte er keine Konkurrenz und kann sich nun über klare Rückendeckung freuen. Die Zweitkandidatin für die Wahl im März 2021 Maren Seifert wurde ebenfalls einstimmig wieder nominiert. "Ich möchte wieder das Direktmandat erringen und unser auch im Landesschnitt hervorragendes Ergebnis von 2016 weiter ausbauen", so die Ziele Marweins, dem es 2016 erstmals gelungen war, der CDU das Direktmandat abzunehmen.

Klimakrise als die größte Herausforderung

Marwein betonte in seiner Bewerbungsrede, dass die Klimakrise die größte Herausforderung der Zukunft sei. In den nächsten Jahren müsse in der Landespolitik der Weg zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels weiter konsequent beschritten werden. Auch der Ausstieg aus der Kohle und der Ausbau der Solar- und Windkraft sollten beschleunigt werden. Die Klimaziele vieler Firmen und Institutionen wie auch der Landesregierung seien auf das Jahr 2030 ausgerichtet. Deswegen seien die nächsten zehn Jahre für das Weltklima entscheidend. "Als grüne Partei sehen wir das als klaren Auftrag an zu handeln. Wir sind die Klimaschutzpartei", betonte Marwein. Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr seien die derzeitigen Anstrengungen zu intensivieren. "Mehr Nahverkehr aufs Land muss die Devise sein", so Marwein. Klimaschonende Mobilität sei ihm als Mitglied im Verkehrsausschuss besonders wichtig. Die Frage nach den Treibstoffen der Zukunft, der weitere Ausbau des ÖPNV sowie eine bessere Radverkehrsinfrastruktur – alles müsse dafür ineinander greifen. Marwein verwies darüber hinaus auf seine erfolgreiche Arbeit für mehr Lärmschutz. Er nannte als praktisches Beispiel die Initiative gegen den Motorradlärm, die er als Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung angestoßen hat.

Seifert will sich auf Innenpolitik konzentrieren

Maren Seifert konzentrierte sich auf Themen der Innenpolitik: "Ich bin überzeugt, dass wir verstärkt gegen Rechtspopulismus und -extremismus vorgehen müssen. Genauso sollten die Grünen mit ihrer rechtsstaatlichen Kompetenz aber auch die Kriminalitätsbekämpfung intensivieren." Außerdem sei es Aufgabe des Landes, in der nächsten Legislaturperiode die Bürgerbeteiligung auf Kreisebene gesetzgeberisch zu verankern.