Schwierige Brandbekämpfung

Offenburger Feuerwehr muss schon wieder E-Postauto löschen

hsl, rab, waz

Von Helmut Seller, Ralf Burgmaier & waz

Mo, 15. März 2021 um 17:57 Uhr

Offenburg

Zwei Leichtverletzte hatte ein Schmorbrand am Montag in der Weingartenstraße bei der Arbeitsagentur zur Folge. Später brennt ein Elektrokleintransporter beim Briefzentrum aus.

So fängt die Woche schlecht an. Die Offenburger Feuerwehr hat am Montag zu drei größeren Einsätzen ausrücken müssen. Am Morgen gab es einen Schmorbrand mit zwei leicht Verletzten in der Agentur für Arbeit. Am Nachmittag brannte ein Elektroauto der Deutschen Post beim Briefzentrum aus und fast gleichzeitig ging im neuen Einkaufsquartier Rée-Carrée die Brandmeldeanlage runter. Auch dorthin rückte die Feuerwehr aus, obwohl sich Letzteres als Fehlalarm heraustellte.

Im Stromverteilerkasten schmort es

Zwei Leichtverletzte sind die Bilanz eines Schmorbrandes in einem Stromverteilerkasten, der am Montag gegen 9 Uhr in einem Keller der Arbeitsagentur Offenburg entdeckt worden war. Handwerker hatten starke Rauchentwicklung bemerkt. Bei Löschversuchen verletzten sich zwei Personen laut Feuerwehrsprecher Wolfgang Schreiber leicht, wurden vom Rettungsdienst ambulant versorgt und konnten später ihre Arbeit wieder aufnehmen. Vor Eintreffen der Wehr war das Gebäude geräumt worden. Durch den Einsatz kam es im Bereich der Pfefferle-Kreuzung zu Behinderungen. Der Löschzug war mit sechs Fahrzeugen und zwanzig Einsatzkräften eine gute Stunde tätig. Die Schadenshöhe ist noch offen.

Ungesund riechende Rauchwolke

Um 15.30 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei zum Brand eines Elektrokleinlieferwagens der Deutschen Post in der Straße "Beim Alten Ausbesserungswerk" gerufen. Beim Briefzentrum war im vorderen Bereich des elektrisch betriebenen Postautos das Feuer ausgebrochen. Eine schwarze, ungesund riechende Rauchwolke wies den Einsatzkräften den Weg. Das Fahrzeug stand zum Brandzeitpunkt an einer Ladestation. Ersten Erkenntnissen zufolge liegen keine Hinweise auf Brandstiftung vor, vielmehr sei von einer technischen Ursache auszugehen. Zwei weitere, im Umfeld stehende Elektroautos sind durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen worden. Um von diesen Fahrzeugen größeren Schaden abzuwenden, wurde das in Vollbrand stehende Auto während der Löscharbeiten mit einem Lastwagen weggezogen. Ein Abschleppunternehmen transportierte das ausgebrannte Fahrzeugskelett ab. Da laut Feuerwehrkommandant Peter Schwinn durch die chemischen Reaktionen in der Fahrzeugbatterie nach einem solchen Ereignis neues Feuer ausbrechen kann, begleitete ein Löschfahrzeug den Abtransport. Das Abschleppunternehmen lagert den Havaristen dann in einer Wanne.

Nicht der erste Fall von brennenden Elektroautos

Im Dezember 2019 waren beim Briefzentrum der Post "Beim alten Ausbesserungswerk" sogar drei dieser Elektorokleintransporter ausgebrannt. Atemschutztrupps konnten damals den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, jedoch einen Totalverlust von drei Fahrzeugen und zwei Ladestationen nicht verhindern.

Während die Feuerwehrleute in der Nordoststadt löschten, meldete die Brandmeldeanlage im neuen Einkaufsquartier Rée-Carré Alarm. Glücklicherweise stellte sich dieser Einsatz als Fehlalarm heraus.