Verbandsliga

OFV-Coach Florian Kneuker: "Uns fehlt der Dosenöffner"

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Do, 12. September 2019 um 22:00 Uhr

Verbandsliga Südbaden

Interview mit dem Trainer des Offenburger FV, Florian Kneuker. Der zu den Favoriten auf den Titel in der Fußball-Verbandsliga gezählte OFV hat bisher nicht überzeugt:

Vier Punkte in vier Spielen, dazu das Pokal-Aus gegen den SV Oberwolfach. Uwe Schwerer hat vor dem Heimspiel gegen den FC Denzlingen am Samstag (14.30 Uhr) bei Trainer Florian Kneuker nachgefragt.

BZ: Der OFV bleibt im Moment hinter den Erwartungen zurück. Welche Erklärung haben Sie?

Kneuker: Grundsätzlich sind wir mit dem Saisonstart nicht zufrieden. Von der Punkteausbeute wollten wir mehr, auch im Pokal wollten wir eine Runde weiter kommen. Grundsätzlich fehlen uns derzeit ein paar Unterschiedsspieler und Leistungsträger.

BZ: Welche sind das?

Kneuker: Fabian Herrmann, Marco Petereit sind über mehrere Wochen ausgefallen. Samuel Geiler absolviert ein Praktikum beim FC Bayern und steht nur sporadisch und am Wochenende zur Verfügung, Marco Junker hat noch gar nicht gespielt. Das sind Spieler, die zusammen mit Nico Schlieter, der jetzt in Linx spielt, über Jahre das Gesichts der Mannschaft geprägt haben. Die kann man nicht Eins zu Eins ersetzen. Man kann dann nicht einfach auf einen Jugendspieler zugreifen, der zwar gut kicken kann und gut ausgebildet ist, dem aber die Erfahrung fehlt. Mit den Spielern, die uns zur Verfügung stehen, findet jetzt gerade jedes Spiel auf Augenhöhe statt. Man kann dann nicht nach Pfullendorf oder Radolfzell fahren und mal eben 3:0 gewinnen. Wir brauchen diese Unterschiedsspieler. Wenn sie nicht da sind, fehlt uns der Dosenöffner. Dennoch dürfen wir nicht alles nur darauf schieben. Es geht auch um das Verteidigen und Herausspielen von Torchancen. Auch die Laufbereitschaft und der unbändige Wille hat mir ein bisschen gefehlt. Außerdem ist das Spielglück nicht gerade auf unsere Seite. Wir haben in drei aufeinander folgenden Spielen drei Tore durch direkte Freistöße kassiert. Ich habe das so noch nie erlebt. Der Ball landet dreimal im Winkel – immer zum Ausgleich. Dann hat der Gegner plötzlich Oberwasser.

BZ: Wie nehmen Sie die Tabellensituation wahr?

Kneuker: Der Abstand nach vorne beträgt sechs Punkte. Und es sind gerade mal vier Partien gespielt. Wir wollen weiter unser Ziel verfolgen, oben dabei zu sein. Wir wollen unsere Ziele vorerst nicht korrigieren.

BZ: Wie schätzen Sie den kommenden Gegner FC Denzlingen wahr?

Kneuker: Die Denzlinger sind schwer bespielbar. Eine Überraschungsmannschaft, ähnlich wie Pfullendorf. An einem guten Tag kann sie jedem Gegner ein Bein stellen. Ein Erfolgserlebnis würde natürlich gut tun. Die Unterschiedsspieler kehren zurück: Geiler ist da, Petereit hat in den vergangenen Wochen trainiert, auch Herrmann ist wieder im Training. Junker, Tsolakis und Harter aber fehlen.