Online die Grenzen überwinden

Aaron Hohenfeld

Von Aaron Hohenfeld

Di, 10. November 2020

Lörrach

15 Teams nahmen am Wettbewerb Robo-Rave statt, der in diesem Jahr digital ausgetragen wurde.

Mit dem Robo-Rave Cyberspace ist das Schülerforschungszentrum Phaenovum einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung gegangen. Der ursprünglich aus den Vereinigten Staaten stammende Wettbewerb, in dem es darum geht, Roboter für unterschiedliche "Challenges" zu programmieren, wurde vergangenes Wochenende digital und im Livestream ausgetragen.

An dem Wettbewerb nahmen 15 Teams mit insgesamt 29 Teilnehmenden aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz teil. Die Challenges, denen sich die Schülerinnen und Schüler in drei Altersklassen stellen konnten, hießen "Line-Following", "Labyrinth" und "Rainbow". Insgesamt reichten die Teams 116 Programme für die mit der "Open Roberta Labs" des Fraunhofer Instituts entwickelte Simulation ein. Das war weit mehr als erwartet, wie Lars Möllendorf, Fachbereichsleiter für Informatik am Phaenovum, erwähnte.

"Es handelt sich hier um eine doppelte Komplexität", sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz im Zusammenhang mit der Ausrichtung des Wettbewerbs. Der Wettbewerb musste nicht nur digital simuliert, sondern auch gleichzeitig im Livestream kommentiert und bewertet werden. Das Studio, das das Schülerforschungszentrum nutzte, wurde von Busch Vacuum Solutions gestellt. "Wir haben unseren Meetingraum bereits in eine Art Fernsehstudio umgebaut", so Sami Busch, der das Unternehmen vertrat. Auf dem Youtube-Kanal des Schülerforschungszentrums Dreiländereck konnte man die Bewertung live mitverfolgen, wo Lars Möllendorf mit seinem Team aus Schülern des Phaenovum die Roboter und die Challenges kommentierte. Auch die Preisverleihung wurde so übertragen.

Das Team "Die Roboter" gewann alle drei Challenges für ihre Altersgruppe (bis 10 Jahre). Das Team "Game not over" gewann die Aufgaben "Line-Following" und "Labyrinth" in der Altersgruppe von 10 bis 13 Jahren. Der Sieg für die Challenge "Rainbow" ging an "Line-Hunters". In der Altersklasse 14 bis 20 Jahre ging der erste Platz in "Line-Following" an das Team "Junität", ein Schweizer Team. Die Aufgabe "Labyrinth" gewann "KidsLab", eines der französischen Teams.

Die Veranstalter fanden besonders die sechs Teams aus Frankreich bemerkenswert: Nicht nur waren hier die Hälfte der teilnehmenden Schüler Mädchen. Auch traten hier Schülerinnen und Schüler an, die unter den sonst üblichen Bedingungen vielleicht gar nicht teilgenommen hätten. "Online überwinden wir die Grenzen", kommentiert der Oberbürgermeister.