Rentenbetrug?

Japanische Behörden vermissen Greise und wittern Ungemach

Angela Köhler

Von Angela Köhler

Sa, 14. August 2010 um 00:03 Uhr

Panorama

Mindestens 279 Japaner, die hundert Jahre oder mehr auf dem Buckel haben sollen, sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Da wird ein Verdacht laut: Rentenbetrug.

TOKIO. Allein in der Stadt Kobe im Westen des Landes sei der Verbleib von 105 der insgesamt 847 Menschen, die älter als 100 sind, ungeklärt, sagte ein Vertreter der Stadt. Die Behörden vermuten, dass die Angehörigen den Tod der alten Menschen nicht gemeldet haben, um weiter deren Rente zu kassieren.

Das Drama begann vergangene Woche, als eine verweste Leiche im Tokioter Stadtbezirk Adachi gefunden wurde. Den Ausweispapieren nach handelte es sich um den Rentner Sogen Kato, der sich nach Familienangaben vor 32 Jahren in sein Zimmer eingeschlossen hatte und seither nie wieder aufgetaucht ist. Der alte Herr habe damals beschlossen, durch strenges Fasten zum lebendigen Buddha zu konvertieren. Wäre er aber tatsächlich noch am Leben, müsste Kato nun 111 Jahre zählen und genau mit diesem Alter ist er bei der Stadtverwaltung und dem Rentenamt als ältester ...

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